Full text : Band 3 (3)

Schöne neue Lieder
Die Eroberung von Sebastopol

L.

. Nach vieler Hrbeit, Sturm und Kält’, 2. Am achten September beim ersten Signal,
Bat Maria uns den Tag gewählt, Da griffen wir an die Russen überall,
An welchem wir gingen ganz hoffnungsvoll Singend wir ruften: „Der Kaiser lebe hoch!“
Inmitten durch's Feuer Sebastopol. Und pflanzten Fahnen auf’m Turm Malakoff
[boch.

3. Da flatterten die Fahnen getrieben vom Wind,
Durchbohrt durch die Kugeln der russischen Flint’,
Die Ranonen brüllten unterm kleinen Geschütz,
Und wir stürzten die Russen mit Donner und Blitz.

+ Freunde und Brüder bedenket es wohl,
Bs handelt sich hier um Sebastopol,
Bine schöne eroberte Yungfraustadt,
Die noch nie ein Feldherr erobert hat.
5. Sie hat gekostet uns zwar viele Müh’',
Im Blut und Morast bis an die Knie.
Mit Arbeit beschäftigt, auf'm Rücken den
[Ranzen
Kar’s Winterquartier wohl in den Schanzen.

6. Dank sey Marita, unserer Beschützerin,
Denn sie ist die Btmmeliskönigin,
Jetzt bleiben wir mit Freuden hier,
Und nebmen in Sebastopo!l dasWinterquartier.

7. Gutgesinnte französische Brüder,
Boffet auf uns und singet die Lieder,
Wenn wir die Russen geschlagen all’ nieder
50 kommen und sehen einander wir wieder.

B. Die Tapferen, welche alle sind umgekommen,
Bat Gott zu sich {in den Bimmel genommen,
Weil sie gestritten für das Vaterland,
Merden Gebete für ste zum Himmel gesandt.

LI.

. Es soll gemacht sein ganz bekannt,
Das schöne Lied aus Russeland.
Maria reicht uns ibre Hand,
Und reist mit uns nach Russeland.

3. Dem Heben Gott sey es gedankt,
Mir haben gesieget in Russeland
Die Stadt war uns ganz unbekannt,
Zlir nahmen sie ein mit stürmender Band.

ı, Wir Franzosen wir fürchten ums nicht,
Dieweit Maria für uns spricht, j
Maria verleiht uns den Sieg,
And reist mit uns wohl in den Krieg.
3. Frisch auf! Maria gibt uns Glück,
Xlir schlagen die Russen alle zurück,
Menn sie nur hatt’t über uns die Band,
50 fürchten wir uns nicht in Russeland,
4. Maria, unsere Beschützerin genannt,
Von unserm lieben Vaterland.
Sie sitzt schützend auf ihrem Chron’,
Boch! lebe Kaiser Napoleon!

5. {ir haben sie genommen ein,
Aohlauf! französisch muß sie sein]
Mit unserem Blut und hoffnungsvoll
Baben wir genommen Sebastopol.

7, Wir sind {in die Stadt hineinmarschirt,
14500 sind wir blessirt;
Ss hat gekostet viel Brüder und Müb’,
Xir badeten {m Blut bis an die Knie.
8. Gewonnen auf Geburts Maria Tag
Haben wir ste am hellen Mittag;
Wir haben errungen den Frieden wieder,
D’rum singet Gott Dankeslieder.
Staunend sieht auf uns die ganze Welt,
Riir haben die russische Macht gefällt;
Ruhmgekröänt auf dem Thron’
Sitzt unser Kaiser Napolecon.

‚75
            
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