Full text : Band 3 (3)

Er ist der Belfer aller Armen,
Unter dem ewigen Gottes Thron;
Er ist der Erbe ganz allein,
Des großen Helden Bruders Sohn.
Viele sind {hm nicht geneigt,
Keil er den Hrmen Lieb’ erzeigt;
Doch ist er m{t Herz und Band,
Sin Beld für unser Vaterland,
Zum Schluß noch ein Spottlied auf die Nationalgarde von 1848,
las mir Bürgermeister Mauß, Liederscheid, am 17. Hug. 1927 schickte:
Sin Kompl{ment vom Berre West, vivre vie, bum bum
Die Gard national {st jetzt ufgelöst, vivre vfe, bum bum
5ie han sich gar lang berumgedrückt, v{vre vie juheirasa
Sein emol herausgerückt, vivre vie bum bum,
Victoria, vietorla, vivre vie juheirasa
Victoria, vietorta, vivre vie bum bum.
Vier Mann mit einem Korporal ...
3ein vorgest komme, Knall und fall .
[m Baus Mairie da heißt geschwindt
Die alte Gläser han jetzt ausgedient
Kir han emol de Große gespielt...
And vive la republique gebrüllt ....
Klar das nit Gift und Boggerment .
Aber jetzt hat dies Ding e End ..
Jetzt tun wir die Epaulette ewes ....
Die Uniform hinke mer in de Eco ....
Flint und Säbel gen mer her ....
Und tun als wenn alles gar nichts wär ...,
Adieu süßer Prefekt . ...
Jetzt habens in das Letzt gestecht
Ein anderer Wind weht wiederum
Drum seflens frei und singet schön

Krimkrieg.
Von allen kriegerischen Ereignissen der französischen Zeit fand
der Krimkrieg (Eroberung von Sebastopol 1854/1855) den lautesten
WMiderhall im Liede.
Umseitige im Elsaß weniger bekannten „Schönen neuen Lieder,
Die Eroberung von Sebastopol“, als fFliegendes Blatt bei Anton Weiß
in Saargemünd gedruckt und anscheinend von einem Lothringer gedichtet,
fanden im Lande weiteste Verbreitung. War es doch ein Lothringer,
Joseph Rausch (geboren 1832 zu Bliesbrücken, Soldat von 1851-1866; seit
1867 Arbeiter in Stieringen-Wendel, wo „Papa Rausch“ 1894 starb), der
die französische Fahne auf dem eroberten Turm Malakoff aufpflanzte. Zeitlebens
 war er stolz auf seine Tat und die dabei verdiente Medaille Militaire.

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