Die Frau die nahm das Messer in die Hand
Und stecht dem jüngste ’s Herz heraus.
Im Blut biz üwer die Füße.
Die Frau die ging die Steg hinauf
Und hinkt sich selwer drowen auf,
Zwei Kinder auf beide Seite.
Der Berr bat ein guter Knecht,
Er dient ihm ja 80 treu und recht,
Er sagt aibt Ihr mir Brot für mein Lohn.
Lch wills der armen Witfrau tra'n
Mit fünf kleine Kinder.
Und wie der Knecht die Stub hinein kam,
Im Blut biz üwer die Füße.
Der Knecht der schreit die Steg hinauf,
Da hinkt sie selwer drowen auf,
Zwei Kinder auf beide Seite.
Und wie der Knecht nach Haus ischt kam
Hch Berr, jetzt seien sie aus der Not,
Jetzt sind sie alle, alle tot
Im Blut biz üwer die Füße.
Ach Knecht, geschwind
Sattel mir ein Pferd,
Das Wunder will ich beschaue.
Und wie der Herr das Tor hinaus reit
Der Bimmel sich voneinander scheid.
Das Gewitter hat ihn erschlage
Nach €. Seemann (S. 96) trägt dieses Zeitungslied folgenden Titel:
„Zwo newe Zeittung / Die Erste / Ein erschräcklich vnn sehr erbärmlich Geschicht |
so geschehen ist den letzten Februarij / in diesem Hehzigisten (1580) Jar in Braband / ein
Meil wegs von Endhofen / von einer Witfrawen / mit vier kleinen Kinden / wie sie so
grossen hunger erlitten / darüber von sinnen kommen / vnd jhre aygen Kinder erwürgt |
auch sich endlich selbst erhenckt / wie jr dann hernacher hören werdet. / Die Ander ...
Erstlich gedrucht zu Wien.“
Nr. 27. — Marksteinlied. Vorgesungen von frau Schwartz-Bonneville,
Wölflingen, die es ihrem Vater abgelauscht hat; Melodie
aufgenommen von J. Edel am 14. Juni 1928. His Variante in Mort und
CAeise singt der „Keibe-Pannes‘‘, Y. Keib, Hltripp, dieses Lied als ‚das
bös Nachbarslied‘“, wie er es von seinem Großvater Y. Weiß aus Sengbusch
(1806-1892) gelernt hatte; Melodieaufnahme von Ch. Wolber am
z4. Hugust 1930:
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hört, was ich euch will er - zäh - len. Was ge - sche - hen
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