Full text : Band 3 (3)

„In was hat sie es gebraten, mein: Tochter Marji?”
‚Zn einer rostigen Pännelein,
© Mutter, wie web‘.

„/it was hast du es gegessen, meine Tochter Maja?
‚Mit efner rostigen Gäbelein,
5 Mutter. wie weh‘.

„Wo bat sie es gefangen, meine Tochter Marjä?“
‚In einer Droschhecke,
5 Mutter, wie weh‘.

„Mit was hat sie es gefangen, meine Tochter Marjä?“
‚Mit einer langen Stange,
5 Mutter. wie voeh‘.

„Mas wünschst du deiner Gothe, meine Tochter Marjä ?'
‚Einen Stuhl {n der Hölle,
9 Mutter, wie web‘.

„Was wünschst du defnem Paten, meine Tochter Marjä?‘
‚Einen Stuhl in dem Himmel,
6 Mutter. wie weh‘

Eine Rundfrage im „‚Metzer Volksblatt“ (20. Nov. 1932) nach dieser
uralten, bereits im 16. Jahrhundert dem Inhalt nach fast in ganz Europa
feststellbaren Ballade ergab, daß sie in Lothringen sehr bekannt
ist. Eine ganze Reibe von Varianten wurde mir von Lesern des Volksblattes
 zugeschicht, so von P. Krebs, Wirt in Rimlingen, (Kr. Saargemünd),
 der das Lied „Das vergiftete Kind‘“ von seiner Mutter über:
kommen batte:

„Wo bist du gewesen, meine Tochter Marjä ?“
‚In Gothes Haus, maten,
6 Mutter wies weht

„Was hast du gegessen, meine Tochter Marjä?“
‚Ein Fischlein mit Stremen,
6 Mutter. wie weh.‘

„Mo hat sie’a gefangen, meine Tochter Mariä?“
‚In Gothehaus Garten,
6 Mutter. wie web.‘

‚Mit was hat sie’s gefangen, meine Tochter Marjä ?
‚Mit einer langen Stange,
6 Mutter. wie weh.‘

„In was hat ste’s gefangen, meine Tochter Marjä ?"
‚In einer altrustigen Pännel,
5 Mutter. wie weh.‘

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