Die Königstochter zur Stadt hinaus ging,
Alte Mütter erhoben ein Jammergeschrei.
Ritter Sankt Jerry zum Könige spricht:
‚Das ist fürwahr eine trauriae Geschicht!‘“
Ritter Sankt Jerry ließ segnen sein Schwert,
Damit er erlegen kann den feurigen Drach.
Ritter Sankt Jerry an der Spitze ritt,
Der König zu seinem Schwerte ariff.
Der Ritter Sankt Jerry in die Schlucht Mine
ritt
Die Königstochter in ihren Tränen bat.
Ihre Augen sind so rot geweint,
[Ihre Paare waren alle schneeweiB.
jetzt kommt sich daher der feurige Drach!
Ritter Sankt Jerrv das Kreuz gegen ihn macht!
Ritter Sankt Jerry vom Pferde sprang,
Sr nahm sein Schwert in beidiae Bänd.
Mit Mut er dem Drachen entgegen eilt,
Marta, Gottesmutter. qaanz sichtbar erscheint.
Der König den Bischof rufen ließ,
Sr bat um Rat und Tat.
Der Bischof schnell die Stola bot,
Damit zu besiegen den Drach.
Yetzt kommt sich der feurige Drach]
Von weitem er das Feuer schießt.
Ritter Sankt Jerry das Kreuz gegen ihn
Der Drach, der wich zurück. [macht.
Ritter Sankt Jerry die Stola warf
Dem Drachen wohl in den Bals.
Er nahm das Schwert in sefne Händ’
Br besiegt den Drachen bis zum End.
Ritter Sankt Jerry die Lanze nahm,
Er stach dem Drachen ins Berz.
Er Fiel dann nieder auf die Knie
Und dankte Gott so innielich.
Als der König das Wunder sah,
Belobt er RKRirchlein und Altar
Die Tochter für {immer ins Kloster ging,
Damit sie der Welt entzocen war
Als die Kirch ganz fertig war,
Ließ er aufstellen Sankt Jerry und den
Ffeurigen Drach.
Der König ließ taufen sich,
HU sein Volk bekehrte sich.
Das ist die Geschichte vom Ritter Sankt
And vom feurigen Drach! [Jerry
Nr. 15.— Petrus und Pilatus. Am 26. August 1931 vorgesungen
von dem 1873 zu Bisten (Kr. Bolchen) geborenen Georg Nimskern ;
Kantor an St. Vinzent, Metz, der dieses und noch viele andere Lieder von
seinem 1839 geborenen Vater, einem sangesfroben Schuhmacher, hat.
Melodie nachnotiert von Cl. Weber, Metz. Varianten in Wort und Weise
sind außerdem aufgenommen von dem Eisenbahnbeamten Cl. Wax aus
Gelmingen (Kr. Bolchen) und dem Chantre Edouard Chäteau, Freialtdorf,
(Kr. Chäteau-Salins), der das Lied von seiner 1849 geborenen Mutter
iernte. Eine mehr abweichende Variante (auch verschieden von der in
„Des Knaben Wunderhorn‘“) singt der 6ojährige Glasarbeiter Zosepb
Oblinger, Meisenthal (Kr. Saargemünd). Huf die Walze vorgesungen
am 7. Januar 1930 und von Ch. Wolber nachnotiert :
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