Full text : Band 3 (3)

Bekamen sie nichts, damı lautete die letzte Zeiles
Xn' Derdsdreck kommen stebn.“

Die aus Kreuzwald stammende Pambacher Schulschwester Pauß
weiß zu berichten, daB dort die „Kronenheischersch‘“ zu den bekannten
Marienliedern nach Empfang der Gaben ebenfalls einen Daukspruch binzufügen
 3

Wir danken euch für eure Gaben,
Die ihr uns heut getan.
Ihr werdet mit euerer Secle
Vor Christus kommen stehen.

Es ist nicht für uns, daß wir singen,
Es ist für die Jungfrau und ihr Sohn,
Es ist der Mai, schöne Mai,
Bs ist der schöne Monat Mai.

In Alzingen, Gemeinde Wallerchen (Kr. Bolchen), lautet der Danl:.
erruc) nach Angabe der 1860 dortselbst geborenen Marie Bauer ebenfalls:
Sott sei {hr Dank,
Gott sei {br Lohn,
Maria mit {hrem lieben Sohn,
Sie wird euch aeben den ewigen Lohn.

Vom Kronelied selbst wußte sie nur folgende zwei Strophen, die
sie mir im Juni 1931, mehr sprechend als singend, wiederyabıs
RWlir kommen daher gegangzn,
Klir seind daraus gesandt.
Wir hbeischen zu einer Kronc,
Ist das nicht wohlgetan?

Zu Wlallerchen in der Kirche,
Für Maria soll sie sein.
Gin Beller oder ein Pfennig
Ist eine kleine Gab.

Die in Metz wohnbatt frau Catherine Wingert-Kieffer aus
Edlingen (Kr. Bolchen), geb. am 16. Hpril:863, erzählte mir am 29. Sept. 1931,
daB in ihrer Jugend ein weiß gekleidetes Mädchen mit einer buntbebänderten
Krone aus „gebackenen‘ (künstlich gemachten) Blumen auf dem Kopf,
init Bändern an Armen und Hüften und von andern Mädchen begleitet,
im Dorf und auch in den Nachbardörfern von Baus zu Daus „Maibrot
heischen‘“ ging. Die gesammelten Gaben, Geld und Eier, wurden an die
Derson abgegeben, welche die Husschmückung der Kapelle besorgte. Diesc
verkaufte die Eier und zie:te mit dem Erlös den Marienaltar.
Das Lied, dessen Anfang die Mädchen beim ‚.Maibrotheischen‘“
gemeinsam vor dem Bause oder im Dausgang sangen, lautet:

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