Full text : Band 3 (3)

Drei

1icOdne Kieder.

j. Sollen nun die grünen Yabhre, 20,
9, Alles Fommt zu feinem Ende, x.
3, Einfimals faß ich vor meiner HYütte, x.

Das CEifle.
1. Sollen nun die grünen Fahre, und der
Unfehuld Verlenkleid, auf bie fektwarze Zodtens
Bahre in die Dunkle Emwigieit, Coll mein Blut
die Erde farben? foll Banife nicht mehr fepn,
und fo jämmerlich verderben? Himmel! das ift
Seelenpeint,
2. Meine Fugend heißt mich hoffen, meil die
bollen Nofen feHn;z und mein Fuß betritt die
Stufen, welche nach dem Grabe gefyn. Stern‘
und Himmel ruft vergebens: Suche Flammen
in dem Schnee, weil die Sonne meines Lebens
fintet in die Todtenfee.
3. Statt verkoffter Liebestlicke FKuilfet mich
der blate Zod, und der Zugend beftes Glücke
it nur Sammer, Ynaft und Noch: Gold und
Kroner follt‘ ich erben, ja ein Kind der Götter
fen. Mber ach! fo foll ich ferben, und betres
ten‘ Gruft und Stein.
£. Doch aetroft, das Licht der Zugend blige!
aues durch Zod und Nacht, SS if Schönheit,
Stand und Fuaend, was den Zed die bitter
macht. Dies find die falfehen Sterne, und
ein Glanz der Sitelkeitz Spreu und Schaalen,
fonder Kerne, welche fehrpinden mir der Seit,
5. Tugend © 5 gerfüßen © An
zudert €
munjen

Fliegendes Blatt, gedruckt; bei Michael Weiß (gest. 1844) zu Saargemünd
(s. Bd. 111 Y. U... S. 343)
            
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