Full text : Band 3 (3)

69. Des Nachts, wenn ich über die Gassen geh’

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Des Nachts, wenn ich Üü-ber die Gas-sen geh, Da ge-Tamm

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macht mir mei - nem jung - frisch Berz - cben so weh.

Schatz, du zuckersüßer Mund,
Wie oft hast du es mein Berzchen verwundt;
Du bast mir’s ja verwundt bis in es den Tod,
Das machet mir mein schwarzbraune Hugelein so rot.

Schatz, ich kann nit allzeit bei dir sein,
So verbleibe du nur die Getreueste mein.
An allen Ecken und wo ich nicht bei dir bin,
Da schick’ ich dir viel tausige Seufzer dabin.

Viel tausige Seufzer, mein engelisches Kind,
Die will ich dir schicken wohl durch den Wind,
Wohl durch den Wind, wohl über das Meer:
ill ich dir’s verheißen für heut und immer mehr,

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