2346610 M, Die Schuldenlast betrug 894330 M. oder pro
Hektar 635 M. = 38 v. H. ihres Einheitswertes.
b) Bürgermeisterei im Kreise Altenkirchen, Westerwald,
rechtsrheinisch (Höhenlage mittlerer Boden), es wurden
alle Betriebe untersucht, und zwar 562, Davon waren
160 ohne Schulden,
60 über den Einheitswert verschuldet
63 zwischen 75 und 100 v. H. des Einheitswertes verschuldet.
147 ” 50 ” 75 ” ” ”„
116 „” 25 ”„ 50 ” ”" ” „”
16 Y 1 > 25 “” >»$ ir *
Die 562 landwirtschaftlichen Betriebe waren demnach im
Durchschnitt in Höhe von 40 v,H. des Einheitswertes verschuldet;
sie umfassen 3143 ha mit einem Einheitswert von
2305630 RM., der mit einer Gesamtschuldenlast von
921 300 RM. belastet war.
c) Bürgermeisterei im Kreise Prüm (Eifel, schlechter Boden,
Höhenlage). Es wurden die gesamten 535 landwirtschaftlichen
Betriebe untersucht; hiervon waren
30 Betriebe ohne Schulden,
125 über den Einheitswert verschuldet,
34 zwischen 75 und 100 v. H. verschuldet,
53 ” 50 #0. 75 wm
86 97 25 x” 50 » ”
207 nn 1 er 25 .- a“
Die 535 Betriebe, welche die Landwirtschaft der Bürgermeisterei
ausmachen, sind im Durchschnitt mit 34 v. H. verschuldet.
Die 4674,8 ha landwirtschaftlicher Fläche haben
einen Einheitswert von 2199325 RM., die Gesamtschuldenlast
beträgt 758 560 RM.
Vergleiche dieser drei herangezogenen Bürgermeistereien
von verschiedener ländlicher Wirtschaftslage zeigen, daß der
ärmste und extensivst wirtschaftende Preis Prüm noch am
relativ günstigsten abschließt, während, worauf auch die
Kammer selbst hinweist, gerade die intensivsten Betriebe am
stärksten verschuldet sind. Es folgt daraus, daß die Agrarkrise
im Rheinland mit der Unrentabilität ländlicher Betriebe etwa
aus den sonst üblichen Gründen (Klima, Bodenbeschaffenheit,
schlechte Betriebsführung) nicht im Zusammenhang steht,
sondern andere Ursachen hat. Bevor wir aber dazu übergehen,
diese darzulegen, möge den letztgewonnenen Einblicken noch
die Statistik der Vorkriegsverschuldung (von 1902}, gleichfalls
aufden WertdesGrundbesitzesbezogen, gegenübergestellt
werden.