Full text : Die Wirtschaftsnöte des Westens durch Kriegsausgang und Grenzziehung

Anlage.

Beschreibung des von den Alliierten besetzten Gebietes nach dem
Stande vom 1, Januar 1929 (zu vgl. die Karte am Schlusse des Buches).

Die besetzten Gebiete werden begrenzt
a) im Norden durch eine Demarkationslinie, die dem Lauf der
Rur, dann der Eisenbahnlinie Jülich—Düren—Euskirchen—
Rheinbach, sodann der Straße von Rheinbach nach Sinzig folgt
und den Rhein bei der Ahrmündung erreicht,
b) im Osten durch den Rhein und die äußere nach Osten gerichtete
 Peripherie der Sektoren der Brückenköpfe Koblenz,
Mainz und Kehl, Die Abgrenzungslinien der Brückenköpfe
entsprechen im einzelnen nicht immer dem genauen Verlauf des
Peripheriebogens, sondern folgen. häufig dem Verlauf der Gemeindegrenzen,

ce) im Süden und Westen durch die Reichsgrenze bzw, im
Südwesten durch die Grenze des vorübergehend abgetrennten
Saargebietes.

Das so umgrenzte Gebiet hat einen Flächeninhalt von 23 998 qkm,
worauf nach dem Stand vom 16. Juni 1925 3742804 Menschen
wohnen.

in die Besetzung dieses Gebietes teilen sich die belgische,
britische und französische Besatzungsarmee wie folgt:
a) das belgisch besetzte Gebiet
umfaßt Stadt- und Landkreis Aachen und
die Kreise Geilenkirchen,
Heinsberg, teilweise,
Jülich, teilweise,
Mondschau,
Schleiden,
— auf der Karte HE] eingezeichnet;
b) das britisch besetzte Gebiet
beschränkt sich in der Hauptsache auf einen Teil des Brückenkopfes
 Mainz und umfaßt den Stadt- und Landkreis Wiesbaden
sowie Teile des Rheingaues, des Untertaunuskreises, des
Kreises Königstein und einen geringen Teil von Rheinhessen
— auf der Karte [[] eingetragen:
c) das französisch besetzte Gebiet
umfaßt das gesamte übrige besetzte Gebiet, und zwar
einen Teil des Regierungsbezirks Aachen,
den linksrheinischen Teil des Regierungsbezirks Koblenz,
den Brückenkopf Koblenz,

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