bei der Industrie der Steine und Erden und bei der Kohlenwirtschaft
seitens des neuentstandenen holländisch - limburgischen
Beckens. Der Verlust rheinischer Unternehmungen
im Ausland traf u. a. die Feinlederindustrie (ostindische
Häute, die Faktoreien wurden liquidiert), und generell
ist hier zu erinnern an den Verlust von Elsaß-Lothringen,
Luxemburg und des Saargebiets mit den näher besprochenen, in
ihnen befindlichen Ergänzungsstoffen, die vielfältig der
rheinischen Wirtschaft dienten und zu diesem Zweck dort von
ihr organisiert worden waren, Erz und Kohle sind die
wichtigsten, aber auch die Lohrinde der Gerbereien wie anderes.
— Durch direkte Einfuhrverbote zwecks Stärkung der eigenen
Industrie schloß Frankreich z.B. die zahlreichen rheinischen
Mineralwässer von sich aus.
2. Einen zweiten Grund für die Schrumpfung der rheinischen
Wirtschaft und ihrer weitreichend erzwungenen Umstellung auf
den deutschen Binnenmarkt sehen. wir in dem Verlust von
Bezugs- und Absatzgebieten durch die neue Grenzziehung
und andererseits in dem eigenen deutschen Einfuhrzoll
Besonders hart wurden hier betroffen im Absatz die Maschinenindustrie;
der Weinhandel, der Tabak und wieder die
rheinischen Lederwerke, aber auch die land wirtschaftlichen
Produkte, z.B, für ihren Absatz nach dem Saargebiet
aus dem Südwesten der Provinz. Der Verlust von
Bezugsgebieten wirkte sich aus u. a, für den Bezug des Zements
(der Hüttenwerke und Baufirmen) aus Belgien auf Grund des
hohen deutschen Einfuhrzolls und für den Bezug der Füll- und
Verschnittweine Lothringens und Luxemburgs infolge der
neuen politischen bzw, Wirtschaftsgrenze.
3. Die Schädigungen, die als Verluste des rheinischen
Außenhandels hier genannt wurden, werden ergänzt
durch Gründe für einen verminderten Absatz der rheinischen
Erzeugnisse auch nach dem rechtsrheinischen Deutschland.
Hier steht an der Spitze der passive Widerstand.
Die damalige gewaltsame Unterbrechung der Geschäftsbeziehungen,
die Verunsicherung der Lieferungsmöglichkeiten,
die Furcht rechtsrheinischer Geschäftsfreunde vor dem
leichten Einblick der feindlichen Handelsspionage in ihre Geschäftsverbindung
und deren Umfang bei Benutzung der französisch-belgischen
Regiebahn erzeugten eine langdauernde Lähmung
des Geschäftes, eine gefühlsmäßige Abwehr gegen die westlichen
Lieferanten, zumindest eine Erschwerung der Wiederingangbringung
des Verkaufs nach dem deutschen Osten für
sie, der doch jetzt das hauptsächlichste Absatzgebiet des
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