der Strecke nach der neuen französisch-lothringischen Grenze,
Trier—Perl, wurden 1913 21 Personenzüge gefahren,
dagegen im Jahre 1927 verkehrten hier nur noch 17 Personenzüge.
Im Güterverkehr macht sich auf dieser Strecke der
fast vollständige Ausfall des früheren Massengüterverkehrs (Ruhr
—Lothringen) von Erz und Koks bemerkbar. In der Zugfolge
kommt dies dadurch zum Ausdruck, daß während 1913 durchschnittlich
täglich 52 Güterzüge, davon etwa 30 in westlicher
Richtung mit Koks und 22 in östlicher Richtung mit Erz beladen,
mit dem Ziel Ruhrrevier dort verkehrten, heute nur noch in
jeder Richtung etwa 15 Züge gefahren werden. Obwohl, wie
wir an anderer Stelle ausführten, die Minette wieder von der
Ruhrindustrie bezogen werden kann, ist der Wirtschaftsweg
— die Moselstrecke — auf dem ehemals die Minette verfrachtet
wurde, heute für sie ganz in den Hintergrund gedrängt
worden. Die lothringische Minette nimmt, wie wir im vorigen
Abschnitt schon angaben, heute den Bahnweg über Straßburg
und dann den Rheinwasserweg auf französischen Rheinkähnen
natürlich zum großen Schaden desRhein-und Moselbahnverkehrs.
Von den Strecken zur neuen Saargebietsgrenze ist zunächst
auf der Nahestrecke vom Rhein zur Saar (Bingerbrück-—
Saarbrücken) die Anzahl der Personenzüge von 32 auf 25
und die der Güterzüge von 28 auf 13 (!}) gesunken. Vor dem
Kriege fanden auf dieser Nahestrecke neben den sonstigen
Gütermengen durchschnittlich täglich 2510 t Saarkohlen
ihren Abtransport. Im Jahre 1927 wurden dagegen arbeitstäglich
nur noch etwa 250 t Saarkohlen abbefördert. Das ist
die Auswirkung des Verlustes des reichsdeutschen Absatzgebietes
für die Saarkohle auf den Reichsbahnverkehr. Auch
auf der Saarstrecke (von Trier bzw. weiter von
Köln nach Saarbrücken) verkehrten im Jahre 1927
zwei Personen- und drei Güterzüge weniger als im Jahre
1913, Auf der Strecke Trier—Hermeskeil, die in ihrer Fortsetzung
in Nonnweiler und in Türkismühle eine Verkehrszubringerin
nach dem Saargebiet darstellt, ist die Zahl der
Güterzüge von 12 auf 5 (!) gesunken, der Zugverkehr hat sich
also dort um über 50 v. H. vermindert. — Die Reichsbahndirektion
Trier, der die genannten Strecken zugehören,
ist als die eigentliche Grenzbahndirektion anzusprechen; denn
in ihren Verkehrszahlen spiegelt sich außer den schon in den
vorstehenden Zahlen zum Ausdruck gekommenen neuen
politischen Grenzverhältnissen auch noch die Wirkung, welche
der Austritt Luxemburgs aus dem deutschen Zollverband verkehrsmengenmäßig
zu bedeuten hat. Der Stück güterversand
in diesem gesamten Grenzdirektionsbezirk nun hat
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