waren auch für kleinere Gewerbezweige die veränderten
Züge aufzuzeigen, wenn sie immerhin ein gewisses
Interesse beanspruchen können,
Während des Ruhrkonfliktes stand — um nach dieser
Abschweifung zurückzukehren — die Holzwirtschaft
des besetzten Gebietes vor der Gefahr. des unmittelbaren
Zusammenbruches, weil die Alliierten versucht hatten,
die Holzindustriellen zur unentgeltlichen Lieferung
eines Teiles der Holzmengen zu veranlassen, welche das Reich
auf Grund seiner Reparationsverpflichtungen in den Jahren
1922/23 hätte liefern sollen, und deren Ausbleiben bekanntlich
den äußeren Anlaß zum Ausbruch des Ruhrkonfiliktes bildete.
Durch ein am 16, Februar 1924 in Koblenz zwischen den Vertretern
der Holzindustrie des besetzten Gebietes und Vertretern
der Interalliierten Rheinlandkommission getroffenes Abkommen
wurde dieses Äußerste abgewehrt, wenn auch die
allgemeinen Schäden des passiven Widerstandes, wie das Daniederliegen
des Baumarktes, sich selbstverständlich auch auf
diesen Industriezweig voll auswirkten. Da die rheinische Holzindustrie
ihre Hölzer weit überwiegend im eigenen Bezirk
erwirbt und nur einige besondere Sorten aus Südamerika
kommen (das sog, Gaboonholz), so ist eine Erschwerung des
Bezugs durch die politischen Nachkriegsverhältnisse nicht
eingetreten, vielmehr entscheidend für das Schicksal der
Industrie im ganzen nur die Absatzmöglichkeit, und
zwar speziell ihrer Rundhölzer, die sie aus den Wäldern
von Eifel und Hunsrück gewinnt, Dieser Absatz geht langgewohntermaßen
nach dem übrigen Rheinland und nach Südwestdeutschland,
und aus diesem Absatzgebiet ist ein Hauptabnehmer
herausgebrochen, dessen Ausfall vor allem die Holzindustrie
des Hunsrücks verhängnisvoll betroffen hat. Das
natürliche Absatzgebiet der Holzindustrie in diesem Waldgebiete
ist das Saargebiet, das vor ihrer Tür liegt.
Man denke nur an den enormen Bedarf an Grubenholz,
den die Bergwerke der Saar bisher von da eindeckten, wie an
das Bauholz der dortigen industriellen Werke. Dieses Absatzgebiet
ist nunmehr durch die französischen Zollschranken
ziemlich verschlossen, ebenso aus gleichen Gründen das westliche
benachbarte Ausland überhaupt. Einen Ersatz nach Osten
auf weitere Entfernung zu finden aber macht, wie immer
wieder hervortritt, die Frachtlage an unserer Westgrenze unmöglich.
Das Rundholz ist als Massenartikel für den Absatz
auf weitere Entfernungen wie alle anderen Massenartikel von
ihr abhängig, und zwar speziell von der Beförderungsmöglichkeit
als Floß, also der Versendung mittels der
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