1.3 Haushaltsentwicklung
Es sei hier noch einmal eigens darauf hingewiesen, daß in
den Tabellen, die sich erkennbar am Fächergruppen-Schema
des Wissenschaftsrates orientieren, die Kategorie-Vorgaben
der Bundesstatistik zugrunde gelegt werden, denen zufolge
insbesondere die Bereiche Geographie und Informatik der Fächergruppe
Mathematik/Naturwissenschaften zuzuordnen sind.
Die Haushaltsentwicklung im Verlauf der letzten Jahre ist
Tabelle 9a zu entnehmen. 1995 hat der Haushalt ein Volumen
von 270,4 Mio.DM erreicht, wobei sich der Landeszuschuß
auf 257,2 Mio.DM beläuft. Die Steigerungsrate über 5 Jahre
hinweg (1990-95) liegt inzwischen nur noch bei knapp 23 %,
das sind 4,6 % im Durchschnitt dieser Jahre (wobei die
zeitweilige Anhebung des Titels "Sachausgaben" sich zumindest
teilweise aus der Aufstockung des Verrechnungstitels
zwischen Universität und Universitätskliniken erklärt); die
aktuelle Haushaltssteigerung (1994-95) liegt bei nur 1.3 $%.
Die Gesamtentwicklung des Stellenplanes macht die
Konsequenzen der Sparauflagen im letzten Fünfjahreszeitraum
deutlich: Der "Abbau" von insgesamt 75 Stellen (= 3,5 %)
wird nur dadurch etwas kaschiert, daß 14 Stellen des Studienkollegs
seit 1994 aus dem Landeshaushalt in den Universitätshaushalt
verlagert worden sind. Der stärkste "Rückschnitt"
ist bei den Professorenstellen (C4) zu verzeichnen,
die gegenüber dem Maximalausbau von 1990 (211) auf 195
zurückgegangen sind, sowie im Mitarbeiter-, Reinigungs- und
Ausbildungsbereich (s. Tabelle 10).
Demgegenüber haben sich die Personalausgaben 1995 gegenüber
dem Vorjahr um 2,0 % (ohne Drittmittel 2,9 %) erhöht.
Die Sachausgaben hingegen sind um 0,6 % (o.D. 0,5 %) zurückgegangen
(s. Tabelle 9a).
Die Investitionsausgaben für die Universität (ohne
Kliniken) verzeichnen - nach der "Flaute" des Jahres 1993 -
immerhin wieder einen leichten Zuwachs (s. Tabelle 9b).
Zur Ergänzung dieses Überblicks sei auf die Darstellung der
von den Hochschullehrern für die Forschung eingeworbenen
Drittmittel verwiesen, die sich in Tabelle_11 findet.
(Divergenzen zwischen den Tabellen 9a _ und _11 erklären sich
daraus, daß nur ein Teil der eingeworbenen Industriemittel
über den Universitätshaushalt verrechnet wird.)
Wie bereits aus der Betrachtung des Gesamthaushalts zu
erkennen ist, hat die Bedeutung der Mittel Dritter, sei es
nun, daß sie von Bund und Ländern, europäischen Behörden,
Stiftungen oder aus Industrie und Wirtschaft kommen, erheblich
zugenommen: vgl. hierzu die Darstellung in Grafik 6.
Bis 1991 zeichnet sich die Entwicklung durch einen
stetigen und überproportionalen Anstieg der eingeworbenen
Drittmittel aus. Seitdem stagniert die Gesamtsumme bzw.
ließ zeitweilig sogar einen leichten Rückgang erkennen (was
insoweit der gesamtwirtschaftlichen Situation entspricht).
Indes hat sich für das Jahr 1995 erfreulicherweise ein
erneuter Anstieg des Drittmittelvolumens ergeben, so daß
mit 47,86 Mio.DM immerhin ein neuer Höchstwert erreicht
werden konnte.