Full text : 22.1995 (0022)

ren der Kryptographie und leistungsfähige Kommunikationsprotokolle
 sowie insbes. bei der Entwicklung eines neuartigen
 Parallelrechners und der Entwicklung von Systemsoftware
für Parallelrechner generell. Die Korrektheit von Hardwareund
 Softwaresystemen schließlich ist das Hauptziel der Forschungsarbeiten
 über den Entwurf und das Testen von VLSI-Schaltungen
 und den Einsatz formaler Spezifikationsmethoden
bei der Softwareentwicklung. Darüber hinaus verfolgen viele
dieser Projekte die Entwicklung kompletter Prototypsysteme
und streben damit an, alle drei Ziele - neue Funktionalität,
 mehr Leistung und beweisbare Korrektheit - unter einen
Hut zu bringen.

Die Praxisnähe der am Fachbereich Informatik betriebenen
Forschung wird u.a. dadurch unterstrichen, daß der Fachbereich
 mit 4 Projekten auf der CeBIT-Messe vertreten war.
Folgende Arbeiten wurden vorgestellt:
1) Werkzeuge für anspruchsvolle 3D-Animationen - Visualisierung
 sowie auch interaktive Manipulation mittels
Datenhandschuh -, die am Lehrstuhl von Prof. Paul entwickelt
 wurden und u.a. in Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule
 eingesetzt wurden,
ein auf der Internationalen "Graph-Drawing"-Konferenz
mit mehreren Preisen ausgezeichnetes, am Lehrstuhl von
Prof. Wilhelm entwickeltes Programm für das automatische
Layout sehr großer Graphen, welches z. B. zur übersichtlichen
 Visualisierung von Organigrammen, Prozeßketten
und Netzwerken einsetzbar ist, und
am Lehrstuhl von Prof. Buchmann entwickelte Programmbibliotheken
 für verteiltes Rechnen in Computernetzen sowie
 für algebraische zahlentheoretische Algorithmen, die
insbesondere in kryptographischen Verfahren eingesetzt
werden.

Ein großer Teil der durch Drittmittel geförderten
Forschungsarbeiten findet im Rahmen der Sonderforschungsbereiche
 124 "VLSI-Entwurfsmethoden und Parallelität” und 314
"Künstliche Intelligenz - Wissensbasierte Systeme" statt;
der andere Teil wird im Rahmen von DFG-Einzelprojekten,
BMBF- und EU-Projekten oder direkt durch privatwirtschaftliche
 Unternehmen gefördert. Der Sonderforschungsbereich
314 wird ab 1996 durch den neuen Sonderforschungsbereich
378[ex 1542] "Ressourcenadaptive kognitive Prozesse" abgelöst,
 in dem Informatiker interdisziplinär mit Kognitionspsychologen
 und Computerlinguisten zusammenarbeiten. Eine
Initiative zur Beantragung eines neuen Sonderforschungsbereichs
 zum Thema "Sichere verteilte Systeme” ist in der
Vorbereitungsphase; dieses Vorhaben soll interdisziplinär
ausgerichtet sein und u.a. auch juristische, betriebswirtschaftliche
 und sozialpsychologische Aspekte umfassen. Der
Fachbereich ist außerdem an zwei von der DFG geförderten
Graduiertenkollegs (Informatik und Kognitionswissenschaft)
beteiligt. Über die direkt am Fachbereich angesiedelten
Projekte hinaus kooperieren die Lehrstühle des Fachbereichs
Informatik intensiv mit dem Deutschen Forschungszentrum
für Künstliche Intelligenz und dem Max-Planck-Institut für
Informatik.
            
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