ren der Kryptographie und leistungsfähige Kommunikationsprotokolle
sowie insbes. bei der Entwicklung eines neuartigen
Parallelrechners und der Entwicklung von Systemsoftware
für Parallelrechner generell. Die Korrektheit von Hardwareund
Softwaresystemen schließlich ist das Hauptziel der Forschungsarbeiten
über den Entwurf und das Testen von VLSI-Schaltungen
und den Einsatz formaler Spezifikationsmethoden
bei der Softwareentwicklung. Darüber hinaus verfolgen viele
dieser Projekte die Entwicklung kompletter Prototypsysteme
und streben damit an, alle drei Ziele - neue Funktionalität,
mehr Leistung und beweisbare Korrektheit - unter einen
Hut zu bringen.
Die Praxisnähe der am Fachbereich Informatik betriebenen
Forschung wird u.a. dadurch unterstrichen, daß der Fachbereich
mit 4 Projekten auf der CeBIT-Messe vertreten war.
Folgende Arbeiten wurden vorgestellt:
1) Werkzeuge für anspruchsvolle 3D-Animationen - Visualisierung
sowie auch interaktive Manipulation mittels
Datenhandschuh -, die am Lehrstuhl von Prof. Paul entwickelt
wurden und u.a. in Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule
eingesetzt wurden,
ein auf der Internationalen "Graph-Drawing"-Konferenz
mit mehreren Preisen ausgezeichnetes, am Lehrstuhl von
Prof. Wilhelm entwickeltes Programm für das automatische
Layout sehr großer Graphen, welches z. B. zur übersichtlichen
Visualisierung von Organigrammen, Prozeßketten
und Netzwerken einsetzbar ist, und
am Lehrstuhl von Prof. Buchmann entwickelte Programmbibliotheken
für verteiltes Rechnen in Computernetzen sowie
für algebraische zahlentheoretische Algorithmen, die
insbesondere in kryptographischen Verfahren eingesetzt
werden.
Ein großer Teil der durch Drittmittel geförderten
Forschungsarbeiten findet im Rahmen der Sonderforschungsbereiche
124 "VLSI-Entwurfsmethoden und Parallelität” und 314
"Künstliche Intelligenz - Wissensbasierte Systeme" statt;
der andere Teil wird im Rahmen von DFG-Einzelprojekten,
BMBF- und EU-Projekten oder direkt durch privatwirtschaftliche
Unternehmen gefördert. Der Sonderforschungsbereich
314 wird ab 1996 durch den neuen Sonderforschungsbereich
378[ex 1542] "Ressourcenadaptive kognitive Prozesse" abgelöst,
in dem Informatiker interdisziplinär mit Kognitionspsychologen
und Computerlinguisten zusammenarbeiten. Eine
Initiative zur Beantragung eines neuen Sonderforschungsbereichs
zum Thema "Sichere verteilte Systeme” ist in der
Vorbereitungsphase; dieses Vorhaben soll interdisziplinär
ausgerichtet sein und u.a. auch juristische, betriebswirtschaftliche
und sozialpsychologische Aspekte umfassen. Der
Fachbereich ist außerdem an zwei von der DFG geförderten
Graduiertenkollegs (Informatik und Kognitionswissenschaft)
beteiligt. Über die direkt am Fachbereich angesiedelten
Projekte hinaus kooperieren die Lehrstühle des Fachbereichs
Informatik intensiv mit dem Deutschen Forschungszentrum
für Künstliche Intelligenz und dem Max-Planck-Institut für
Informatik.