Die Fachrichtung Umwelttechnologie umfaßt zur Zeit die
Bereiche Angewandte Geochemie, Instrumentelle Analytik/
Umweltanalytik sowie Umweltprozeßtechnik. Die Forschungsaktivitäten
befaßten sich u.a. mit Waldschadensuntersuchungen
(Bodenentsäuerung durch Kalken), Schwermetalladsorption an
natürlichen Adsorptionsmitteln wie modifiziertem Holz,
Bestimmung chlorierter Aromaten, etc. (Angewandte Geochemie).
Im Bereich Umweltprozeßtechnik wurden Methoden zur Entfernung
leichtflüchtiger organischer Schadstoffe aus Boden,
Wasser und Luft sowie der Lösemittelrückgewinnung entwikkelt.
Membranen wurden zur Kreislaufführung von Säuren und
Basen bei der Prozeßwasseraufbereitung mittels Elektrodialyse
eingesetzt. Desgleichen wurden Membranseparationsverfahren
zur Aufbereitung von Kondensaten und Abwässern mit
Wasserzirkulation entwickelt, wobei auf Wertstoffrückgewinnung
Wert gelegt wurde. Darüber hinaus wurden Umweltbetriebsprüfungen
mit ganzheitlicher Bilanzierung am Beispiel
der Lebensmittelindustrie durchgeführt, um Schwachstellen
im Produktionsbereich aufzudecken. Alle diese Forschungsvorhaben
wurden in enger Zusammenarbeit mit der Gesellschaft
für Umweltkompatible Prozeßtechnik mbH betrieben.
Im Bereich Instrumentelle Analytik/Umweltanalytik wurde die
Optimierung und Weiterentwicklung chromatographischer und
kapillarelektrophoretischer Trenn- und Bestimmungsverfahren
fortgesetzt. Spezielle Arbeiten beschäftigten sich mit der
Entwicklung einer Bestimmungsmethode von freiem Formaldehyd
in Anstrichfarben, der Extraktion und Bestimmung von Detergentien
in Abwässern, der Entwicklung einer Anreicherungsmethode
von PAH aus Wässern mit einer neuartigen stationären
Phase. Eine Methode zur isokraten Analytik von Alkaliund
Endalkaliionen an einem neuartigen Kationanaustauscher
wurde entwickelt.
Die Forschungsarbeiten in den meisten Fachrichtungen waren
nur durch massive Einwerbung von Drittmitteln aus öffentlichen
und industriellen Bereichen möglich.
Biologie
; FB
13 | Der Fachbereich gliedert sich in die Fachrichtungen
—-—- = Botanik (13.1), Genetik(13.2), Mikrobiologie (13.3)
und Zoologie (13.4) mit folgenden Forschungsaktivitäten:
13.1: Im Mittelpunkt botanischer Forschung stehen die Moose.
Dabei geht es nicht nur um ökologische Fragestellungen,
sondern vor allen Dingen um die Erforschung neuer pharmazeutischer
Wirkstoffe, die in einer bisher nicht bekannten
Vielfalt in Moosen entdeckt wurden. Um diese Forschung
effizient zu betreiben, haben sich Wissenschaftler aus
Botanik, Organischer Chemie und Pharmazie zum "Arbeitskreis
Chemie und Biologie der Moose" zusammengeschlossen, der im
Rahmen des BMBF-Projektes "Naturstoffe und Molekularbiologische
Testsysteme" gefördert wird.
13.2: Die Genetik befaßt sich mit der Erforschung der molekularen
und genetischen Grundlagen der Signalverarbeitung