Full text : 22.1995 (0022)

Die Entwicklung der Studienzeiten im Verlauf eines knappen
Jahrzehnts ist Tabellen 5+6 zu entnehmen. Es läßt sich in
der Anfangszeit (1987-92) ein "Pendeln" der durchschnittlichen
 Studiendauer zwischen 13,0 und 13,4 Fachsemestern
registrieren. Erstmals - für 1993 - lassen dann die (vorläufigen)
 Daten des Statistischen Landesamtes (vgl. Tabelle
5) eine deutliche Tendenz unter diese Marge erkennen: Der
12,6-Fachsemester-Schnitt liegt um fast 1 ganzes Semester
unter den Werten von 1991 und 1992, was offenbar in erster
Linie Zeit”gewinnen" bei den rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen
 Fächern ("Freischuß”) zu danken ist;
besonders bemerkenswert ist jedoch, daß sich in keiner
Fächergruppe (vgl. Tabelle 5) eine Studienzeitverlängerung
andeutet.
Einer Mitteilung des Ministeriums für Bildung, Kultur
und Wissenschaft zufolge ist aufgrund der Einführung der
Freiversuchsregelung im Studiengang Rechtswissenschaft die
durchschnittliche Studiendauer in diesem Studiengang an der
Universität des Saarlandes von 12 Semestern (1989) auf 8,62
Semester (Mitte 1995) zurückgegangen.

Studienerfolg zu messen, ist eine stete Herausforderung für
die Universität(en). Die hierfür zu verwendenden Parameter
sind freilich nach wie vor umstritten - insbes. die Kombination
 und Bewertung der einzelnen Parameter. Vorab wurde
die Zahl der Abschlußprüfungen und die zugehörige Studiendauer
 dargestellt. Die ab dem Studienjahr 1994/95 (von den
Fachbereichen) zu erstellenden Lehrberichte werden weitere
Detaildaten liefern (z.T. sind sie oben bereits verwertet).

An dieser Stelle soll indes noch ein Vergleich der Absolventenzahlen
 mit den "zugehörigen" Studienanfängerzahlen
(1. Hochschulsemester - etwa 7 Jahre zuvor) versucht werden.
 (Auf die 72%-Erfolgsquote für den 1. Studienabschnitt
wurde vorab bereits hingewiesen.)
Die entsprechende Grafik _4 stellt in dieser Weise "Erfolg"
(d.h. erfolgreicher Studienabschluß) und "Abbruch" (bzw.
"Schwund") über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrzehnten
 einander gegenüber und vergleicht hierzu auch noch die
bundesdurchschnittlichen Daten. Unter dem Vorbehalt methodischer
 Mängel (z.B. allein aufgrund sich wandelnder Vorgaben
 für die Hochschulstatistik) läßt sich zumindest für das
letzte Jahrzehnt doch erkennen, daß sich die Saarbrücker
Erfolgsquoten inzwischen durchaus in der "Nähe" des Bundesdurchschnitts
 (60 - 70 %) eingependelt haben und im Jahre
93/94 diesen sogar überbieten konnten (mit 69 % gegenüber
658 1}

Es ist erstmals für das Studienjahr 1994/95 gelungen, die
Frauenanteile sowohl bei den Vor- und Zwischenprüfungen als
auch bei den Abschlußprüfungen vollständig zu erfassen. Die
Ergebnisse weichen zwar von den Daten (bzw. gelegentlich
Hochrechnungen) der Vorjahre kaum ab, bieten jedoch nunmehr
eine höhere Sicherheit.
Bei den Vor- und Zwischenprüfungen beträgt der Anteil der
erfolgreichen Prüfungskandidatinnen 45 % (bezogen auf die
Zahl der Prüfungsfälle steigt dieser - wegen des hohen
Anteils der Philosophischen Fakultät - sogar auf 47 %).
            
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