Studierenden (s.u. Kap. 1.1.2). Dies erscheint insofern bemerkenswert,
als es offenbar ein effizienteres Studierverhalten
bei den Studentinnen (im Vergleich zu den männlichen
Kommilitonen) belegt.
Nach wie vor finden sich die Studiengänge mit den höchsten
Frauenanteilen in der Philosophischen Fakultät (WS 95/96):
- Übersetzen und Dolmetschen (etwa 85 %)
Erziehungswissenschaft (84 %)
- Romanistik (etwa 76 %)
Gering bleibt das Interesse der Frauen gegenüber den
Studiengängen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und
Technischen Fakultät.
Hinsichtlich weiterer Fächerdetails wird auf Tabelle 1 verwiesen.
Der Anteil der saarländischen Studierenden war in den vergangenen
Jahren durch den hohen ZVS-"Import" (vor allem in
den Studiengängen Betriebswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft
und Medizin) auf ein "Minimum" von 56,1 % (WS 93/94)
zurückgegegangen. Die allmählich einsetzende (bundesweite)
"Normalisierung" in der Studienplatznachfrage scheint hier
wieder zu einer Erhöhung des statistischen Anteils der
Saarländer an der studentischen Gesamtpopulation zu führen;
zum WS 95/96 waren es - bei weiterhin steigender Tendenz -
58,9 % (Voriahr: 58,2 3%).
Unabhängig davon steigt der Anteil der ausländischen Studierenden
an der saarländischen Studentenschaft ebenfalls
weiterhin; er liegt nunmehr mit 2.230 Studierenden (VJ.:
2.094) bei 11,1 % (Vj.: 10,3 %) - während er sich im
Bundesdurchschnitt auf nur 7,8 % (1994) errechnet. Ein erheblicher
Teil dieser Studierenden (insbes. aus EU-Ländern)
verbringt i.d.R. nur 1-2 Semester an der Universität des
Saarlandes (sog. Programm-Studenten) und leistet einen in
jeder Hinsicht erwünschten Beitrag zu verstärkter interkultureller
Mobilität.
Die meisten ausländischen Studierenden kommen traditionell
aus dem benachbarten Frankreich (324). An 2. Stelle haben
sich inzwischen die Italiener (153) etabliert - noch vor
den benachbarten Luxemburgern (111), deren Anteil gegenüber
früheren Jahren allerdings zurückgeht. Eine detaillierte
Übersicht über die Herkunft der ausländischen Studierenden
gibt Tabelle _2. (Zur Kooperation mit ausländischen Hochschulen
val. im übrigen Kap. 1.4.)
Schwieriger ist es, die Zahl der Saarbrücker Studierenden,
die im Verlauf ihres Studiums ins Ausland gehen, exakt zu
erfassen. Dies hängt mit den verschiedenen Möglichkeiten
des Auslandsaufenthalts zusammen, auf die im einzelnen an
anderer Stelle eingegangen wird (s.u. Kap. 1.4).
Statistisch erfaßt wird in diesem Zusammenhang von der Universität
nur die immatrikulationsrechtlich mögliche Beurlaubung
für einen Auslandsaufenthalt: Gebrauch gemacht haben
davon z.B. im Wintersemester 1995/96 474 und im vorausgegangenen
Sommersemester 1995 276 Studierende; bezogen
auf den gleichzeitigen Studienanfängerjahrgang (2.632
im 1. Hochschulsemester) bedeutet dies eine "Auslands (aufenthalts)quote"
von mehr als 28 % für die (deutschen) Saar-