Full text : 21.1994 (0021)

1.3 Haushaltsentwicklung
< Es sei hier noch einmal eigens darauf hingewiesen, daß
in den Tabellen, die sich erkennbar am Fächergruppen-Schema
des Wissenschaftsrates orientieren, die Kategorie-Vorgaben
der Bundesstatistik zugrunde gelegt werden, denen zufolge
insbesondere die Bereiche Geographie und Informatik
der Fächergruppe Mathematik/Naturwissenschaften zuzuordnen
sind. >

Die Haushaltsentwicklung im Verlauf der letzten Jahre ist
Tabelle 9a zu entnehmen. 1994 hat der Haushalt ein Volumen
von 266,9 Mio.DM erreicht, wobei sich der Landeszuschuß
auf 252,1 Mio.,DM beläuft. Die Steigerungsrate über 5 Jahre
hinweg (1989-94) liegt inzwischen unter 30 %, das sind
knapp 6 % im Durchschnitt dieser Jahre (wobei die nicht
unerhebliche Anhebung des Titels "Sachausgaben" sich zumindest
 teilweise aus der Aufstockung des Verrechnungstitels
zwischen Universität und Universitätskliniken erklärt). Die
fast schon nostalgische Bedeutung dieses Mittelwertes wird
allein daraus deutlich, daß die Steigerung 89/90 noch noch
fast 7 % betragen hatte, während sie zum aktuellen Zeitpunkt
 auf 0,15 % geschrumpft ist. Betrachtet man die Landesmittel
 allein, so ist beim Haushaltsvolumen 1994 gegenüber
 dem Vorjahr eine Steigerung von 2,4 % zu verzeichnen
(während es im Vorjahr noch 6.7 % waren)

Die Gesamtentwicklung des Stellenplanes läßt für den letzten
 Fünfjahreszeitraum zwar noch einen scheinbaren Zuwachs
von gut 2 % erkennen; dieser erklärt sich allerdings
daraus, daß 15 Stellen des Studienkollegs seit 1994 aus dem
Landeshaushalt in den Universitätshaushalt verlagert worden
sind. Die Sparentscheidungen der jüngsten Vergangenheit
haben inzwischen bereits zu einem Stellen"”rückbau" von
1,5 % (unter Ausklammerung der o.a. Studienkollegsstellen)
gegenüber dem "Optimum" von 1991 geführt; der stärkste
"Rückschnitt" ist bei den Professorenstellen (C2-C4) zu
verzeichnen, die gegenüber dem Maximalausbau von 1990 (336)
bereits auf 326 zurückgegangen sind (s. Tabelle 10).
Demgegenüber haben sich die Personalausgaben 1994 gegenüber
dem Vorjahr um 2,1 % (ohne Drittmittel 3,8 %) erhöht.
Die Sachausgaben hingegen sind um 5,1 % (0o.D. 1,9 %) zurückgegangen
 (s. Tabelle 9a).
Die Investitionsausgaben für die Universität
ken) haben - nach dem "Einbruch" des Vorjahres
18 %) - wieder den Stand von 1992 erreicht ({s.

(ohne Klini-(Rückgang
 um
Tabelle 9b).

Zur Ergänzung dieses Überblicks sei auf die Darstellung der
von den Hochschullehrern für die Forschung eingeworbenen
Drittmittel verwiesen, die sich in Tabelle 11 findet.
Wie bereits aus der Betrachtung des Gesamthaushalts zu
erkennen ist, hat die Bedeutung der Mittel Dritter, sei es
nun, daß sie von Bund und Ländern, europäischen Behörden,
Stiftungen oder aus Industrie und Wirtschaft kommen, erheblich
 zugenommen.
            
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