es sollen mit Methoden, die denen der medizinischen Bildgebung
verwandt sind, mathematische Verfahren und Algorithmen
entwickelt werden, um das Feld im Körperinnern zu berechnen.
“Grenzflächenbestimmte neue Materialien: Synthese,
Charakterisierung, physikalische Eigenschaften, Modelle"
- seit 1994
(FB 10 -Physik- & 11 -Chemie- & 15 -Werkstoffwissenschaften
u. Fertigungstechnik- / Sprecher: Prof,
Dr. S. Hüfner - seit 28.09.1994 Prof. Dr. H.Ph.
Beck)
Die Materialforschung bildet seit vielen Jahren einen
Schwerpunkt im naturwissenschaftlich/technischen Bereich
der Universität des Saarlandes. Dabei wurde früh der Weg
von der klassischen Materialforschung ("”"Eisenhüttenwesen")
hin zu neueren Materialien (wie etwa Keramik, Kunststoffe,
metallische Gläser) beschritten. Diese Schwerpunktsetzung
kommt auch darin zum Ausdruck, daß in den siebziger Jahren,
als das Gebiet der Materialforschung die Aufmerksamkeit anderer
Hochschulen fand, in Saarbrücken schon 5 Professoren
auf diesem Gebiet tätig waren. Neben der Materialwissenschaft
wurde in der Physik die Festkörperphysik in Saarbrücken
schwerpunktmäßig aufgebaut, so daß sich zwischen
den beiden Fächern eine enge Kooperation entwickeln konnte,
die z.B. zur erfolgreichen Arbeit des Sonderforschungsbereichs
130 (Ferroelektrika) wesentlich beitrug.
Daneben wurde in den siebziger Jahren das Fraunhofer-Institut
für zerstörungsfreie Prüfverfahren (IzfP) auf dem
Universitätsgelände eingerichtet, das gleichfalls mit den
Fachbereichen Werkstoffwissenschaften und Physik verbunden
8:
Um den von Universität und Land zielstrebig angelegten
und aufgebauten Schwerpunkt im Bereich der Materialwissenschaften
weiter zu stärken, wurde Ende der 80er Jahre als
landeseigene gem. GmbH das "Institut für Neue Materialien"
{INM) gegründet, in dem in der Endausbaustufe vier
Abteilungen arbeiten werden (zum Jahresende 1993 sind zwei
Abteilungen eingerichtet). Der Wissenschaftsrat hat das INM
inzwischen zur Aufnahme in die sog. Blaue Liste vorgeschlagen
(vgl. unten Kap. 1.2.2)
In den letzten Jahren hat sich im Bereich der Materialwissenschaften
durch Neuberufungen (insbes. Anorganische und
Physikalische Chemie sowie Experimentalphysik) ein Schwerpunkt
auf dem Gebiet der Synthese neuer grenzflächenbestimmter
Materialien sowie deren Charakterisierung ergeben.
Die Setzung dieses Schwerpunktes in der Saarbrücker Materialwissenschaft
war begonnen worden durch die exploratorischen
Arbeiten der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Gleiter zu
Anfang der 80er Jahre, die auch bewirkten, daß eine Reihe
festkörperphysikalischer Gruppen sich an der Charakterisierung
dieser Systeme beteiligten. In Saarbrücken existiert
heute eine für die Bundesrepublik in dieser Konzentration
an keiner Stelle wieder erreichte Intensität an präparativen
Arbeiten auf dem Gebiet der grenzflächenbestimmten Ma-SFB
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