Zum WS 94/95 liegt die Relation von Studienanfängern (nur
Erstfachnennungen) im 1. Hochschulsemester (2.373) zu denjenigen
im 1 . Fachsemester (3.072) bei 1 : 1,3; d.h. fast
jeder vierte der Erst(fach)semester hat sein Studienfach
bereits mindestens einmal gewechselt. (Bei Einbeziehung der
Zweit- und Drittfachnennungen dürfte der Anteil der Fachwechsler
noch um einiges höher liegen.‘
Die Zahl der Gasthörer, die vornehmlich im Rahmen des
Seniorenstudiums eingeschrieben sind, ist zum WS 94/95
gegenüber dem Vorjahr (451) markant auf 298 zurückgegangen;
eine Erklärung hierfür zu finden, fällt nicht schwer, wenn
man bedenkt, daß die Universität mit Zustimmung des Wissenschaftsministers
eine Gebührenordnung erlassen hat, die
sich an Gasthörer/innen, Studierende in Aufbaustudiengängen
sowie Teilnehmer/innen an weiterbildenden Studien und
Weiterbildungsveranstaltungen richtet und die im SS 1994 in
Kraft getreten ist (zur Höhe der Gebühren vgl. unten Kap.
1.7).
1.1.2
Prüfungen
Die Erfolgskontrollen nach dem 1. Studienabschnitt - Vordiplom
bzw. Zwischenprüfung - hatten dem steten Ansteigen
der Studentenzahlen entsprechend in den letzten Jahren permanent
zugenommen (wenn man davon absieht, daß sie bei den
Juristen in der Folge der Änderung des Juristenausbildungsänderungsgesetzes
wieder abgeschafft worden sind). Ihren
zahlenmäßig absoluten Höhepunkt hatten sie im Studienjahr
1991/92 erreicht: 2.596 erfolgreiche Prüfungen (unter Ausklammerung
der studienbegleitenden Leistungskontrollen der
Juristen immer noch 2.291). Seitdem ist - in Verbindung mit
dem Rückgang der Studentenzahlen - der zu erwartende Rückgang
zu verzeichen; im Studienjahr 1993/94 waren es noch
2.077 Prüfungen dieser Art (die Zahl der entsprechenden
Personen ist auf etwa 1.705 zu schätzen, da im Rahmen der
Magister-Studiengänge 1.d.R, zwei Zwischenprüfungen nachzuweisen
sind).
Demgegenüber hat sich die Zahl der Abschlußprüfungen noch
weiter erhöht: Mit 2.155 erfolgreichen Prüfungen liegt sie
um knapp 4 % über der Gesamtzahl des Vorjahres.
Steigerungen gegenüber den Vorjahren (vgl. nachfolgende
Übersicht) ergaben sich vor allem bei den Diplom- und
Magisterprüfungen sowie in zunehmendem Maße wieder bei den
Lehramtsprüfungen.
Die Aufteilung der (erfolgreichen) Prüfungen auf die einzelnen
Studiengänge ist Tabelle _ 1 zu entnehmen, (Entsprechend
der Darstellung der Studentenzahl werden in dieser
Doppel-Tabelle auch bei den Prüfungen die Fälle gezählt;
dadurch ist die Zahl der Lehramtsprüfungsfälle etwa doppelt
SO hoch wie die Zahl der Lehramtsabsolventen.)}