Full text : 21.1994 (0021)

Der Anteil der saarländischen Studierenden war in den vergangenen
 Jahren durch den hohen ZVS-"Import" (vor allem in
den Studiengängen Betriebswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft
 und Medizin) auf ein "Minimum" von 56,1 % (WS 93/94)
zurückgegegangen. Die allmählich einsetzende (bundesweite)
"Normalisierung" in der Studienplatznachfrage scheint hier
wieder zu einer Erhöhung des statistischen Anteils der
Saarländer an der studentischen Gesamtpopulation zu führen;
zum WS 94/95 waren es bereits wieder 58.2 %.

Der Anteil der ausländischen Studierenden an der saarländischen
 Studentenschaft ist weiter angestiegen und liegt
nunmehr mit 2.094 Studierenden bei 10,3 %. Ein erheblicher
Teil dieser Studierenden (insbes. aus EU-Ländern) verbringt
i.d.R. nur 1-2 Semester an der Universität des Saarlandes
(sog. Programm-Studenten) und leistet seinen Beitrag zu
verstärkter interkultureller Mobilität.
Die meisten ausländischen Studierenden kommen traditionell
aus dem benachbarten Frankreich (308). Vom 2. Platz verdrängt
 wurden die Luxemburger (98) zwischenzeitlich von den
Italienern (136). Eine detaillierte Übersicht über die Herkunft
 der ausländischen Studierenden gibt Tabelle 2. (Zur
Kooperation mit ausländischen Hochschulen vgl. im übrigen
Kap. 1.4.1

Schwieriger ist es, die Zahl der Saarbrücker Studierenden,
die im Verlauf ihres Studiums ins Ausland gehen, exakt zu
erfassen. Dies hängt mit den verschiedenen Möglichkeiten
des Auslandsaufenthalits zusammen, auf die im einzelnen an
anderer Stelle eingegangen wird (s.u. Kap. 1.4).
Statistisch erfaßt wird in diesem Zusammenhang von der
Universität nur die immatrikulationsrechtlich mögliche
Beurlaubung für einen Auslandsaufenthalt: Gebrauch gemacht
haben davon z.B. im Wintersemester 1994/95 471 (12 % mehr
als im Vorjahr), im vorausgegangenen Sommersemester 1994
303 (36 % mehr als im Vorjahr!) Studierende; auf einen
durchschnittlichen Studienanfängerjahrgang bezogen ist dies
mehr als ein Drittel der (deutschen) Saarbrücker Studierenden.

Das geplante Sprachenzentrum soll ab 1996 dazu beitragen,
daß die Sprachkompetenz aller Studierenden verbessert wird.

Zum beliebtesten Studiengang gehört mit 2.917 Studierenden
{trotz Rückgangs um 7 %) nach wie vor die Betriebswirtschaftslehre.
 Ihr folgt mit Abstand (trotz Anstiegs um 2 %)
die Rechtswissenschaft (2.239) vor der Medizin (1.940 mit
Rückgang von 8 %).
Die Gunst der Studienanfänger (nur Erstfach und 1. Hochschulsemester)
 verteilt sich relativ ähnlich: Allerdings
wurde BWL (360 - bei Anstieg um 6%) wieder einmal von Jura
(460 - mit Anstieg um 38 $!) "überholt", während Medizin
(236 - bei Anstieg um 4 %) weiterhin auf Platz 3 bleibt.
(Dies sind die aktuellen Zahlen zum WS 94/95; zu den vorausgehenden
 Studienjahren und im Detail vgl. Tabelle 1.)
            
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