Full text : 20.1993 (0020)

Nichtsdestotrotz zwingt die hochschulpolitische Diskussion zur
Studiendauer die Universität in vielen ihrer Bereiche zu konkretem
Handeln, das der Verkürzung der Studienzeiten dient:

L.a

a

Die Zentrale Studienkommission wird daher künftig Prüfungsund
 Studienordnungen an die Fachbereiche zurückgeben, die von
HRK und KMK vorgegebene Regelstudienzeiten ohne ausführliche
3egründung überschreiten; Entsprechendes gilt für die
3tudienvolumina (SWS) und die Bearbeitungszeiten der Examensarbeiten.

Zusätzlich bittet der Wissenschaftsminister die Universität
ım Stellungnahme zu den vom nordrhein-westfälischen
wWissenschaftsministerium geplanten Eckdaten für Studium und
Prüfungen (Anlage - hier nicht abgedruckt). Da eine generelle
Einigung auf die Fixierung solcher Eckdaten auf Bundesebene
{via HRK und KMK) zu erwarten steht, werden die Fachbereiche
gebeten, Stellung zu nehmen und zu begründen, sofern sie mit
diesen Eckdaten nicht einverstanden sind. Zu prüfen wäre u.a.,
5b solche Werte nicht stärker fachspezifisch festgelegt werden
müßten.

Ferner soll in den Prüfungsordnungen die Nutzung der Möglichkeiten
 des Freiversuchs sowohl bei Vordiplom/Zwischenprüfung
als auch bei der Abschlußprüfung geprüft werden. Wenn von
diesen Möglichkeiten zur Studienzeitverkürzung kein Gebrauch
yemacht wird. wäre dies ebenfalls eingehend zu bearünden

Die Studienberatung soll stärker als bisher auch als Instrument
 zur Studienzeitverkürzung genutzt werden. Hierfür ist es
äringend erforderlich, daß die nach wie vor bestehende (psychische)
 Hemmschwelle gegenüber der Studienfachberatung (d.h.
einschließlich der Wahrnehmung der Sprechstunden) gesenkt
wird, insbesondere für die Anfangssemester und Nebenfächler.
Zerade den Studierenden gegenüber sollte die Beratung nicht
als besondere Belastung oder gar als vernachlässigbare Dienstleistung
 erscheinen. Ein enger Kontakt zwischen Allgemeiner
Studienberatung und Studienfachberatung ist notwendig.

„.d

ee

Die im Bereich "praktischer Dienste" (im Vor- bzw. Umfeld der
Lehre) tätigen Einrichtungen wie Studienberatung, Psychologische
 Beratung und Medienzentrum sollen ihre Erfahrungen verstärkt
 in die Studienreform (via ZSK und/oder Fachbereichsgremien)
 einbringen. Dies sollte die Fachbereiche auch zu einer
intensiveren Befassung mit der Hochschuldidaktik veranlassen.

Intensiv werden die zahlreichen Faktoren diskutiert, welche
zu langen Studienzeiten beitragen. Die Kommission wird diese
Diskussion fortsetzen.

2. Studieneffizienz und Prüfungserfolo

Jm den Vorgaben von S 25 Abs. 1 Nr. 6 UG - wie vom Rechnungshof des
Saarlandes angemahnt (18.04.1991) - nachkommen zu können, benötigt
lie Kommission entsprechend aufbereitete Daten. Zu diesem
Zweck bittet sie darum, jährlich folgende statistischen Daten
vorzulegen:
Relation von Absolventenzahlen zu Anfängerzahlen (jeweils
Jahre zuvor) je Studienaana
            
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