Full text : 20.1993 (0020)

Da mit bloßen Ressourcen-Reduktionen die Sparlasten
nicht erfüllbar waren, stellte sich die Frage nach
Kriterien für Fächererhalt und_ Fächeraufgabe. Alle
an der Universität des Saarlandes vertretenen Fächer
antsprechen hohem wissenschaftiichen Standard, Daher
ergibt sich aus der Qualität des Faches kein Kriterium,
Wenn gleichwohl Entscheidungen unerläßlich sind, so muß
man 8Sich von vornherein darüber im klaren sein, daß
für die Begründung solcher Entscheidungen stets nur ein
Kriterienbündel in Betracht kommt.
Zu diesem Kriterienbündel gehören: Ein Vernetzungsgeflecht
 macht die Streichung einzelner Fächer ganz besonders
 problematisch und rechtfertigt partiell den Fä-Cchererhalt
 auch bei begrenzter Ausstattung. Fächer, die
yanz besonders erfolgreich sind, können nicht gestrichen
werden, auch wenn sie klein und nicht allzusehr vernetzt
sind. Fächer, die besonders gute Arbeitsmarktchancen
vermitteln oder eine ganz besondere Bedeutung für die
wirtschaftliche Entwicklung des Saarlandes haben, können
nicht gestrichen werden. Zusätzlich spielen in diesem
Zusammenhang eine Rolle die relative Nachfrage sowie die
vermuteten langfristigen Berufsaussichten, schließlich
äie Möglichkeit eines Transfers an die Hochschule für
Technik und Wirtschaft. Umgekehrt können gegebenenfalls
schmerzliche Einschnitte notwendig sein, um andere grö-Bere
 Bereiche funktionsfähig zu erhalten. Schwerpunkte
und Profil der Universität leiten die Entscheidungsfindung.


Trotz größter Schwierigkeiten hält die ZHPK über das im
sogenannten Eckwerte-Papier vorgesehene Maß hinaus Verstärkungen
 in bestimmten Bereichen für unerläßlich. Dies
gilt einmal für 3 Professuren im Bereich der Technischen
Fakultät, deren Besetzung mit den im Eckwerte-Papier
vorgesehenen Mitarbeiterstellen praktisch ausgeschlossen
arscheint.
Eine Ressourcenverstärkung zwecks Existenzsicherung
wichtiger Bereiche ist darüber hinaus für die Informatik,
 für die Anglistik und für die Mathematisch-Naturwissenschaftliche
 Fakultät notwendig.
Trotz aller Probleme muß unser Blick in die Zukunft
gerichtet sein. Daher ist sowohl die Weiterverfolgung
des Konzepts Umweltschwerpunkt der Mathematisch-Natuwissenschaftlichen
 Fakultät dringlich als auch die für
die Arbeitsmarktchancen aller Universitätsabsolventen
notwendige Verbesserung der fachbezogenen Fremdsprachenkenntnisse,
 für die - mit bescheidenen Mitteln - ein
Sprachenzentrum eingerichtet wird.

III.
Sparvorschläge im einzelnen:

Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Hinsichtlich der erforderlichen Zahl von Professuren
sind im Fachbereich 1 ortsspezifische Besonderheiten zu
berücksichtigen, nämlich Mitwirkung am Europa-Institut,
Informatikschwerpunkt, Centre d'Etudes Juridiques
            
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