Die Arbeitsgruppe zeigte sich von der regen Umweltforschung
an der Universität positiv beeindruckt. Der endgültige
Bericht der Arbeitsgruppe wird allerdings erst für Anfang
1994 erwartet.
Bin weiterer Besuch des Wissenschaftsrates stand am
13.07.1993 an und galt der Begutachtung des mit der
Universität eng kooperierenden Instituts für Neue
Materialien. In seiner soeben vorgelegten Stellungnahme
(Drs. 1415/94 vom 21.01.1994) hebt der Wissenschaftsrat
äie fundierten Ergebnisse des Instituts hervor,
die nicht nur nationale Relevanz haben, sondern
auch international Resonanz und Anerkennung finden.
"Aufgrund der überzeugenden Konzeption des Instituts
für Neue Materialien, seiner bereits beim jetzigen
Ausbaustand bestehenden überregionalen Bedeutung und des
gesamtstaatlichen wissenschaftspolitischen Interesses an
einer solchen Einrichtung empfiehlt der Wissenschaftsrat
die gemeinsame Finanzierung des Instituts durch Bund und
Länder im Rahmen der Blauen Liste." (Bei den Einrichtungen
der sog. Blauen Liste handelt es sich um selbständige
Forschungseinrichtungen von überregionaler Bedeutung, die
auf der Grundlage der Rahmenvereinbarung zwischen Bund und
Ländern Cber die gemeinsame Förderung nach Art. 91b GG vom
28.11.1975 finanziert werden.)
1.2.3 Haushaltsentwicklung
< Es sei hier noch einmal eigens darauf hingewiesen, daß
in den Tabellen, die sich erkennbar am Fächergruppen-Schema
des Wissenschaftsrates orientieren, die Kategorie-Vorgaben
der Bundesstatistik zugrunde gelegt werden, denen zufolge
insbesondere die Bereiche Geographie und Informatik
der Fächergruppe Mathematik/Naturwissenschaften zuzuordnen
sind. >
Die Haushaltsentwicklung im Verlauf der letzten Jahre
ist Tabelle 9a zu entnehmen. 1993 hat er ein Volumen
von 266,5 (ohne Drittmittel: 246,3) Mio-DM erreicht. Die
Steigerungsrate über 5 Jahre hinweg (1988-93) liegt bei
insgesamt 31 %, das sind etwa 6 % im Durchschnitt dieser
Jahre (wobei die nicht unerhebliche Anhebung des Titels
"Sachausgaben"” sich zumindest teilweise aus der Aufstockung
des Verrechnungstitels zwischen Universität und Universitätskliniken
erklärt). Die "Durchschnittlichkeit" dieses
Wertes wird schon daraus deutlich, daß die Steigerung
im Vorjahr noch fast 10 % betragen hatte, während sie
zum aktuellen Zeitpunkt auf unter 2 % geschrumpft ist.
Betrachtet man die Landesmittel allein, so ist beim
Haushaltsvolumen 1993 gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung
von gut 6 % zu verzeichnen. Diese ist - angesichts der
Sesamtsteigerung des Landeshaushalts von nur 3 % - zwar
noch recht beachtlich; doch muß der Aufwuchs für Lehre und
Forschung (TG 81) als unzureichend bezeichnet werden.