2,2 Künftige Schwerpunktsetzungen
Die Universität beabsichtigt, auch in Zukunft die vorhandenen
Bereiche qualitativ besonders hervorragender Forschung
(vgl. oben Kap. 1.2.1) zu fördern und weiter auszubauen.
Darüber hinaus gibt es in den Fakultäten zahlreiche Anregungen
zu fachlicher Innovation und neuen Entwicklungen.
Die Universität wird auch Entwicklungen, die wissenschaftsimmanent
neu entstehen, pflegen und ihnen die Chance geben,
Sich zu Schwerpunkten heranzubilden. Daher will die UniversSität
sich kein zu enges Planunaskorsett überstülpen.
Die Planungen sind zum einen dadurch erschwert, daß die Fächer
mit Sachmitteln durchgehend, mit personellen Ressourcen
überwiegend unzureichend ausgestattet sind. Die laufenden
Mittel und die Personalausstattung der Fächer sind
seit wenigstens 10 Jahren nur für Neuentwicklungen und bei
Berufungs- oder Bleibeverhandlungen geändert worden (sei es
durch Umwidmung, sei es durch Erhöhung der Mittel). Eine
lineare Erhöhung war niemals möglich. Große Bereiche sind
daher in der Kaufkraft ihrer Ausstattung in dieser Zeit
gemindert worden. Dies gilt besonders für die Bereiche, in
denen die Altersstruktur der Professorenschaft Berufungen
verhinderte.
Anläßlich des anstehenden Generationenwechsels (vgl. Tabelle
_ 9) wird dieser Nachholbedarf befriedigt werden müssen.
Für freie Planung bleibt hier wenig Spielraum.
Seitens der Universitätsleitung wird nachdrücklich die
Auffassung vertreten, daß das gewachsene Fächerspektrum
dieser Universität mit 5 Fakultäten im Prinzip „erhalten
bleiben muß. Im Hinblick auf die künftige Schwerpunktsetzung,
Berufungs- und Ressourcenplanung sowie Struktur des
Studienspektrums hatte der Universitätspräsident die Dekane,
Prodekane und Professoren gebeten, ihre diesbezüglichen
Vorstellungen mitzuteilen; diese Umfrage wird derzeit ausgewertet
und in absehbarer Zeit von den Gremien diskutiert
und zur Grundlage ihrer Entscheidungen gemacht werden.