29
2.1__ _ Entwicklungslinien
Versucht man die Grundsätze herauszuarbeiten, welche die
bemerkenswerte laufende Entwicklung der Universität des
Saarlandes bestimmen, so lassen sich folgende Aspekte
kennzeichnen:
Entsprechend der Entwicklungsplanung - seit 1974 zusammengefaßt
in 3 Universitätsentwicklungsplänen - wurden die
Informatik und die technischen Fächer erweitert (Elektrotechnik)
oder teilweise neu begründet (z.B. CAD/CAM).
Anläßlich der Novellierung des Saarländischen Universitätsgesetzes
wurden diese Fächer zur Technischen Fakultät
verselbständigt. Diese neue, fünfte Fakultät blieb
allerdings - bereits im Hinblick auf die Gewährleistung
ihrer Studiengänge - auf eine enge Zusammenarbeit mit
len Grundlagenfächern der traditionellen Mathematisch-Naturwissenschaftlichen
Fakultät angewiesen. Der Ausbau hat
dementsprechend eine angemessene Ausstattung der Grundlagenfächer
zur Voraussetzung, selbst wenn man von dem angestrebten
sinnvollen Forschungsverbund absieht (z.B. in der
zomputeralgebra, den Materialwissenschaften).
Diese Neuentwicklung ist zugleich ein Beispiel für einen
Prozeß teilweise konvergierender, teilweise divergierender
Tendenzen, welche einerseits aus der Selbstbestimmung und
Selbstorganisation der Wissenschaften, andererseits aus
den strukturpolitischen Bedürfnissen und Entscheidungen
des Sitzlandes (einer einzigen Landesuniversität) resul-Fieren.
Während die Schwerpunktsetzungen in den Materialwissenschaften
(seit 1951) und der Festkörperphysik (langjähriger
SFB "Ferroelektrika") sowie in der Informatik und
ihren Anwendungsbereichen (Rechtsinformatik, Wirtschaftsinformatik,
Computerlinguistik etc.) in allen Fakultäten
konsequent verfolgt wurden, waren für die Einrichtung von
Instituten im Umfeld der Universität (INM, DFKI, IBFI, MPI
für Informatik) im wesentlichen die Aktivitäten der Saarländischen
Regierung maßgebend.
Außerdem setzten angesichts der zunehmenden Zusammenarbeit
von Universität und Wirtschaft saarländische Unternehmer
und die IHK des Saarlandes ein neues Zeichen mittels einer