strittene "Ranking List" des SPIEGELS (Nr. 50/1989) Bezug
nimmt. In dieser Rangliste von 51 bundesdeutschen wissenschaftlichen
Hochschulen war die Universität des Saarlandes
auf Platz 9 "gelandet" und hatte unter den Einzeldisziplinen
sogar mit der Informatik Rang 1 und mit Jura Rang
3 "erzielt". Es ging um die Lehrqualität der Hochschulen
aufgrund von Befragung von Studierenden: Gar so schlecht
können die Studienbedingungen also in Saarbrücken nicht
sein...
1.2.2 Prüfungen
Hinsichtlich der angestrebten Prüfungen hält der in den
vergangenen Jahren beobachtete "Trend zur Diplomprüfung"
weiter an: Waren es vor 5 Jahren (WS 84/85) noch bzw. erst
7.532 Diplom-Studenten (43,8 %), so ist ihre Zahl inzwischen
(WS 89/90) auf 9.536 (48,7 %) hochgeschnellt.
Demgegenüber scheint der zweite "Trend, weg vom Lehramt",
zu "kippen": nach dem vorläufigen "Tiefpunkt" (1.371
Studd. = 27,1 %) im Wintersemester 1988/89 ist die
Zahl und Anteil der Lehramtsstudenten wieder leicht im
Ansteigen begriffen: 1.452 Studierende = 7,4 % (WS 89/90).
Die Entwicklung des Lehramtsstudiums steht im allg. in
enger Wechselwirkung zum Magisterstudium; und so ist
festzustellen, daß bei den Magisterstudenten nur noch die
Zahl, nicht aber ihr Anteil steigt: Nach seinem Höhepunkt
von 9,6 % (1.755 Studd.) im Wintersemester 1987/88 liegt
er nun (WS 89/90) noch bei 9,5 % (1.862 Studd.).
Die tatsächlich durchgeführten erfolgreichen Prüfungen
sind in den Tabellen 3.1.1 und 3.1.2 dargestellt.*) In
der erstgenannten Tabelle werden entsprechend der Studentenstatistik
auch bei den Prüfungen die Fälle gezählt; dadurch
ist die Zahl der Lehramtsprüfungsfälle etwa doppelt
so hoch wie die Zahl der Lehramtsabsolventen. Immerhin
haben sich in der Gesamtzahl der Prüfungen im Studienjahr
1988/89 erstmals die Diplomprüfungen (656 = 38,2 %) vor
die Staatsprüfungen (641 = 37,4 %) geschoben. An 3. Stelle
Folgen die Promotionen (280 = 16,3 %), deren Anteil gegenüber
den Vorjahren etwas angestiegen ist.
‘) Tabelle 3.2.1 konnte erst nach Redaktionsschluß fertiggestellt werden.