1.2_ Lehre und Studium
1,2,1 Studentenzahlen
Zeitweilig ließ der unkalkulierbare Zickzackkurs der
Studienanfängerzahlen die Hoffnung aufkeimen, daß sich
die Gesamtzahl der Studierenden dauerhaft zumindest unter
20.000 halten ließe, Diese Hoffnung ist jedoch spätestens
seit dem Wintersemester 1990/91 dahin, da sich soviel
Studienanfänger wie noch nie an der Universität des
Saarlandes immatrikuliert haben: 3.525 im 1. Fachsemester,
davon 2.707 im 1. Hochschulsemester. Demzufolge beträgt
zu diesem Zeitpunkt die Gesamtzahl der ordentlichen
Studierenden 20,312, nicht gezählt die durch das Interesse
am Seniorenstudium auf 522 angewachsenen Gasthörer und
iie aufgrund der starken Resonanz des Fernstudiums vom
Fernstudienzentrum mitzubetreuenden 1.038 Fernstudenten
(der FernUniversität Hagen). Im folgenden ist allerdings
noch auf die voraufgegangene zahlenmäßige Entwicklung im
Berichtszeitraum - also vor dem WS 90/91 - einzugehen
(vgl. hierzu auch Grafik 1).
50 betrug zum WS 1989/90 die Zahl der ordentlichen Studierenden
19.576 und lag damit um fast 50 % höher als vor
10 Jahren (WS 79/80: 13.355). Die Studienanfängerzahlen
(Ersteinschreibungen) sind im gleichen Zeitraum "nur" um
18 % gestiegen: von 1.946 auf 2.304. Gegenüber dem Vorjahr
sind die Studienanfängerzahlen (WS + SS) allerdings um 9 %
zurückgegangen von 2.722 auf 2.468, was seine Entsprechung
im Rückgang der saarländischen Abiturientenzahlen und ihrer
Studierneigung findet: Im Zeitraum der letzten 5 Jahre
ging die Zahl der studierwilligen Abiturienten im Saarland
ım 14 % zurück. Dem gegenüber ist die Zahl der 1. Fachsemester
mit 3.338 immer noch überproportional hoch und geht
deutlich langsamer zurück.
Der Anteil der saarländischen Studierenden ist in den
vergangenen Jahren durch den hohen ZVS-"Import" (vor allem
in den Studiengängen Betriebswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft
und Medizin) stetig zurückgegegangen. Zum WS
1989/90 betrug er bei den Neueinschreibungen 54,2 %, be-