schränkt und die Fläche des Chips nach oben. Letzteres aus
Sründen der Zuverlässigkeit des Produktionsprozessors. Hieraus
stellt sich das Problem, zunächst einen im logischen Sinne
korrekten Entwurf für den angestrebten Schaltkreis überhaupt
herzustellen und ihn dann auf dem Chip unterzubringen.
Hierbei bestehen wie schon bei dem logischen Entwurf gewisse
Freiheiten, die man dahingehend ausnutzen möchte, daß z.B.
die zur Verfügung stehende Fläche gut ausgenutzt wird, daß
konkurrierende Signale etwa die gleichen Laufzeiten besitzen,
daß die freigesetzte Energiedichte pro Fläche nirgends zu
hoch wird, daß die Korrektheit des Chip testbar ist. In dem
Sonderforschungsbereich werden zu all diesen Fragen relevante
Forschungen betrieben. Diese haben sowohl zu neuen Einsichten
darüber geführt, was grundsätzlich an Logik auf einem Chip
untergebracht werden kann, als auch zu einem Prototyp (CADIC-HILL)
eines CAD-Systems zur Unterstützung des Chip-Entwurfes.
Diese Arbeiten werden im Projektbereich B des SFB 124 durchgeführt.
Zwei Teilprojekte dieses Projektbereiches sind in
Saarbrücken angesiedelt. In beiden Teilprojekten sind unter
Leitung der zwei Professoren G. Hotz und K. Mehlhorn 12 Mitarbeiter
und 13 Studenten tätig.
Die neue Technologie, von der hier die Rede ist, wird es in
viel stärkerem Maße erlauben, die Ausführung von dazu geeigneten
Algorithmen auf verschiedene Prozessoren zu verteilen,
was wir unter dem Stichwort "parallelisieren" verstehen. Programmen,
die in existierenden Programmiersprachen geschrieben
Sind, ist es im allgemeinen sehr schwer anzusehen, ob sie
parallelisierbar sind, da programmtechnisch bedingte Eigenheiten
von Programmen die eventuell im programmierten Algorithmus
vorhandene Parallelisierbarkeit verbergen, In dem
Teilprojekt C1 des SFB 124 werden funktionale Programmiersprachen
untersucht. Das sind Programmiersprachen, die nicht
mehr dem konventionellen Rechnermodell angepaßt sind, sondern
mehr der Problemklasse, die mit ihnen bearbeitet wird. Die
Untersuchungen des Teilprojekts betreffen die Ausbeutung der
funktionalen Programmen inhärenten Parallelität und die Umwandlung
von Parameter-Übergabe-Mechanismen bei Unterprogrammen
unter Berücksichtigung der hierfür benötigten Zeit und
des Speicheraufwandes., Die Implementierung der funktionalen
Programmiersprache HOPE ist in Arbeit. Ein sehr weitgehendes
Typenkonzept für funktionale Programmiersprachen wurde ent-Wickelt
und seine Semantik mit Hilfe konkreter Datenstrukturen
beschrieben. In dem Teilprojekt arbeiten in Saarbrücken
unter der Leitung der Professoren J. Loeckx und R. Wilhelm 5
Mitarbeiter und 4 Studenten.
Das Problem der Organisation und des Betriebes von zahlreichen
Rechnern in einem Verbund wird im Teilbereich D3 behandelt.
Es wird dort an der Erstellung des verteilten Betriebs-SYstems
POOL gearbeitet, das auch dem Rechenzentrum unserer
Universität zugute kommen wird. Das in dem Teilprojekt entworfene
System POOL wird in jedem Rechner des Verbundes einen
Knoten enthalten: diese Knoten kommunizieren miteinander und
transportieren Aufgaben von einem zu einem anderen Rechner.
Das "Transportsystem"” wird auf den vorhandenen Großrechnern