ACC) —
öffentlicht. Zum Wintersemester 1988/89 konnte die Sprachpalette
von 18 auf 20 Fremdsprachen erweitert werden und auch
die Zahl fachsprachlicher Kurse vermehrt werden. Für jede
Einzelsprache wurden im Durchschnitt 3 Kurse angeboten, wobei
Englisch mit 9 Kursen das umfangreichste Spektrum aufwies und
als zeitgenössische lingua franca die größte Nachfrage erfuhr.
Eine zusätzliche Unterstützung erhielt das Fremdsprachenprogrammm
durch den Ausbau der universitären Einrichtungen für
Satellitenempfang. So konnten am Tag der Offenen Tür der Universität,
am 07. Juli 1988, der Öffentlichkeit FernsehprogJramme
aus folgenden Ländern vorgestellt werden:
= Frankreich (TF 1, A 2, FR 3, TV 5)
Großbritannien (Super Channel)
Italien (RAI 1 bzw. 2)
Luxemburg (RTL-{frz.)
Sowjetunion (Moskau/Zentralprogramm)
Spanien (TVE 1)
USA (CNN: nur FR 8.3 Anglistik)
Empfangsmodalitäten und die Justierung der Programme werden
vom Medienzentrum der Philosophischen Fakultät betreut. Durch
eine Verkabelung der interessierten Fachrichtungen mit dem
Medienzentrum ist es nunmehr möglich, an verschiedenen Stellen
des Campus die entsprechenden fremdsprachigen Fernsehprogramme
"live" zu empfangen und für Unterrichtszwecke aufzuzeichnen.
3.3.3 Zusatzqualifikationen für _ den Arbeitsmarkt
Angesichts der ungünstigen Verhältnisse des Arbeitsmarktes
für Geisteswissenschaftler herkömmlicher Profilierung, kommt
es für Studierende vor allem der Philosophischen Fakultät in
besonderer Weise darauf an, neue Berufschancen zu erschließen
und ihre erworbenen wissenschaftlichen Qualifikationen den
künftigen Arbeitgebern in angemessener Weise zu präsentieren.
Als eine derartige Maßnahme wurde das Fremdsprachenprogramm
vorgestellt. Ein weiterer Schritt auf diesem Wege ist das von
Frau Professor Lichtenberger (FR 8.1) initiierte Projekt "Berufsfindung
für Geisteswissenschaftler", mit dem versucht
wird, traditionelle Schlüsselqualifikationen bewußt zu machen
und betriebsrelevante Zusatzqualifikationen zu vermitteln.
Dieses Projekt, welches vom Arbeitsamt unterstützt wird,
sieht eine Sensibilisierung der Studierenden sowie der Wirtschaft
vor: Die einen sollen ein Gespür für die Möglichkeiten
des Marktes und ihr eigenes Leistungsvermögen bekommen, die
anderen den potentiellen Wert von (scheinbar) fachfremden
Hochschulabsolventen für ihre Unternehmen entdecken lernen.
Ferner wird durch die Vermittlung von Praktikumsplätzen und
das Angebot von wirtschaftsrelevanten Kursen (z.B. Kaufmännisches
Grundwissen, Datenverarbeitung/ Textverarbeitung) ver-Sucht,
den Studierenden zusätzliche Handlungskompetenzen zu
verschaffen.