Bedauerlich ist, daß - mit Ausnahme des ersten Jahres - die
Zahl der von der Universität gestellten Stipendien-Anträge im
Rahmen dieses Programmes deutlich hinter . den Möglichkeiten
(z.B. "Kontingent" 1990: 12 Anträge) zurückbleibt.
3.5 Weiterbildung
Trotz der geschilderten Überlast an Aufgaben, die schon durch
die hohen Studentenzahlen den Regelbetrieb der Universität
über die Maßen strapazieren, stellt sich die Universität auch
der Erfüllung ihres allgemeinen Weiterbildungsauftrages (8 1
Abs. 2 SUG). Sie hat hierzu bereits im Jahre 1986 eine Kontaktstelle
für Weiterbildung (KfW) im Präsidialbüro eingerichtet,
die vom Vizepräsidenten für Lehre und Studium geleitet
wird. Ihre Aufgabe besteht in Anbetracht der fehlenden
Personalkapazität in erster Linie darin, das Weiterbildungsangebot
der Universität zu dokumentieren und - sofern möglich
- zu koordinieren. Darüber hinaus ist sie bemüht, weitere Aktivitäten
in Richtung Fort- und Weiterbildung anzuregen.
Ein Überblick über die bereits vorhandenen Weiterbildungsaktivitäten
ist in Tabelle 13 aufgelistet. Aus der Vielzahl
dieser Komponenten können im folgenden nur die künftig wichtigsten
Perspektiven erläutert werden.
3.5.1 Studium generale
Die Tradition des Bildungsauftrages der Universität, welcher
über das "reine" Fachwissen hinausgeht, gilt dem sog. Studium
generale. Durch SS 78 Abs 3 SUG wird das Recht der Studierenden
gewährleistet, "Lehrveranstaltungen in Studiengängen zu
besuchen, für welche sie nicht eingeschrieben sind". Daß
hierbei - vor allem in den NC-Fächern - gewisse Einschränkungen
nicht zu umgehen sind, liegt auf der Hand. Um den Blick
über die "Fächergrenzen" hinweg offen zu halten, weist die
Universität in ihrem Vorlesungsverzeichnis eine eigene Rubrik
"Studium generale" aus, unter der z.B. Veranstaltungen zu Geschichte,
Literatur, Sprache, Informatik, Umweltwissenschaften,
aber auch der sog. freiwillige Hochschulsport ausgewiesen
sind. In diesem Zusammenhang ist auch auf die weiter unten
angegebenen Möglichkeiten des Kontaktstudiums hinzuweisen.
3.5.2 Fremdsprachen-Programm
Entsprechend dem Ziel der Universität, ein europäisches Sprachenzentrum
zu bilden, machen Sprachkurse den größten Teil
äes Studium generale aus. Im Hinblick auf die zunehmende
praktische Bedeutung von Sprachkenntnissen im zusammenwachsenden
Europa hat sich die Universität bemüht, auch für
Nicht-Philologen ein attraktives Sprachprogramm zusammenzustellen,
welches semesterweise über das Angebot von Sprachen,
Programmstrukturen und erreichbare Zertifikate sowie über die
aktuellen Daten der zugehörigen Lehrveranstaltungen Auskunft
gibt. Es wird in Form einer Broschüre zu Semesterbeginn ver-