Das Studentenwerk hofft ebenso wie die Universität, daß die
öffentliche Diskussion über eine Reform der Ausbildungsförderung
im Ergebnis zu einer Verbesserung der Situation der Stu-3ierenden
führt.
Speisebetriebe (Mensen und Erfrischungsräume)
Erstmalig seit Bestehen des Studentenwerks wurden 1987 in den
Mensen über 1 Million Essen produziert und ausgegeben. Gegenüber
dem Vorjahr stieg die Zahl der Essen erneut um 5,2 %
(Saarbrücken 5,0 %, Homburg 6,3 %), obwohl die Lieferung von
Essen an die Fachhochschule mit Eröffnung einer eigenen Mensa
an der Saaruferstraße eingestellt wurde. Gegenüber 1977 lag
die Zahl der Essen um fast 33 % höher. Eine weitere Steigerung
ist nur bei Beschäftigung von zusätzlichem Personal möglich
und stößt auch auf räumliche Probleme, da in der Vorlesungszeit
die Kapazitätsgrenzen erreicht werden.
Auch die Erfrischungsräume können nochmals deutliche Umsatzsteigerungen
verzeichnen. Insgesamt stiegen die Umsätze um
5,8 % (in Homburg sogar um 9,1 5%).
Zusätzliche Sorgen bereiten dem Studentenwerk die erheblich
ansteigenden Reparaturkosten in der Saarbrücker Mensa. Nach
über 18jährigem Betrieb muß in den Folgejahren mit erheblichen
Kosten für Instandhaltung und Ersatzanschaffungen (insbesondere
Spülmaschinen) gerechnet werden.
Wohnheime
Zum Ende des Wintersemesters 1986/87 wurde das bisherige Heim
A im Universitätsgelände aufgegeben, da dieses Gebäude für
Zwecke der Universität benötigt wird. So sank die Zahl der
verfügbaren Plätze in Saarbrücken gegenüber dem Vorjahr um
ca. 6 $.
Zwischenzeitlich konnte das Richtfest für das neue Heim E gefeiert
werden, das diesen Rückgang wieder ausgleichen soll.
Mit dem Bezug des Heimes ist im Sommer 1989 zu rechnen.
Da die Heizungskosten überwiegend zurückgingen, konnten die
Mieten insgesamt konstant gehalten werden.
Erhebliche Bauunterhaltungsmaßnahmen (insbesondere Betonsanierung
des Heimes Waldhausweg) kKkonnten aus den Rückstellungen
finanziert werden. Für die Heime an der Oscar-Orth-Straße
stehen dagegen keine Mittel zur Verfügung, da in diesen Heimen
wegen ihrer schlechten Bausubstanz und der schlechten
Raumgestaltung keine ausreichenden Rückstellungen erwirtschaftet
werden können. Für diese Heime muß in den folgenden
Jahren ein Sanierungsplan aufgestellt werden.
Sozialfonds
Wie im Vorjahr war die Nachfrage nach Darlehen aus dem Sozialfonds
für Examenskandidaten stark rückläufig. Inzwischen
erreichen die Studierenden die Examensphase, die die Studienförderung
nach dem BAföG ausschließlich als Darlehen erhalten
haben. Sie scheuen angesichts einer Schuldenbelastung von
z.T. über DM 50.000 die Aufnahme weiterer Darlehen.
An 27 Darlehensempfänger wurden 1987 ca. DM 117.000 ausgezahlt.