Full text : 15.1988 (0015)

hen, um in absehbarer Zeit die erdrückenden Raumprobleme des
SWI insgesamt und grundsätzlich zu lösen.

Der Hochschulsport, also das Sportangebot für alle Hochschulangehörigen
 (Saarbrücken und Homburg), ist satzungsgemäß eine
 Serviceaufgabe des SWI. Der zunehmenden Nachfrage im Bereich
 des Hochschulsports und der Entwicklung der Studentenzahlen
 seit 1970 (von 8.700 auf 19.000) steht für den gleichen
 Zeitraum die Entwicklung der hierfür zur Verfügung gestellten
 Mittel (von 160.000 auf knapp 20.000 DM) entgegen.
Hieraus ergibt sich, daß der Landeszuschuß in diesem Zeitraum
pro Student von 18,- DM auf 0,90 DM fiel. Damit bildet Saarbrücken
 zweifellos das Schlußlicht aller vergleichbaren Einrichtungen
 in der BRD. Nach Vorstellungen der KMK sollte 10,-DM
 pro Student eine Mindestgröße sein. Darüber hinaus ist
auch die personelle Ausstattung des Hochschulsports in Saarbrücken
 (eine Lehrkraft erhält hierfür 6 Sws Deputatsreduktion)
 völlig unzureichend. (KMK-Richtlinie: 1 Vollzeit-Stelle
pro 5.000 Hochschulangehörige.) Zur Zeit erarbeitet eine vom
Kultusminister eingesetzte Arbeitsgruppe Vorschläge zur Konsolidierung
 des Hochschulsports.

Schließlich hat das SWI auch die satzungsgemäße Aufgabe, mit
anderen Einrichtungen des Sports insbesondere auf Landesebene
zusammenzuarbeiten. Hierzu wurden erneut zahlreiche Aktivitäten
 vor allem mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien
(LPM) im Bereich der Lehrerfortbildung sowie mit dem Landessportverband
 für das Saarland (LSVS) entfaltet. Mit besonderer
 Intensität wurde dabei eine Zusammenarbeit mit dem neugegründeten
 Olympiastützpunkt Saarland im Bereich sportwissenschaftlicher
 Service-Leistungen (Bewegungs- und Trainingswissenschaft,
 Sportpsychologie) aufgebaut, deren Formalisierung
durch einen Kooperationsvertrag angestrebt wird.

6.4 Untersuchungsstelle für _Verkehrstauglichkeit
(Leiter: Professor Dr. A. Müller)

Die drei Haupttätigkeiten der Untersuchungsstelle sind Beratung,
 Begutachtung und Forschung. Bei der Beratung geht es
hauptsächlich um Führerscheinprobleme. Oft wollen die Betroffenen
 oder deren Anwälte wissen, was sie dagegen unternehmen
können, wenn von seiten der Behörden Zweifel an der Fahrtauglichkeit
 angemeldet werden und Führerscheinentzug droht. Anfragen
 kommen auch von Ärzten des Klinikums Homburg, die sich
über rechtliche und administrative Fragen zur Fahrtauglichkeit
 ihres Fachgebiets genauer informieren wollen. An der Untersuchungsstelle
 wurde in den 26 Jahren ihres Bestehens eine
Fachbibliothek aufgebaut, die für solche Fragen eine wertvolle
 Hilfe darstellt.

Mit bislang über tausend erstatteten Obergutachten, die sich
Sowohl auf Verkehrsauffällige wie auch auf Fahrer mit körperlich-geistigen
 Mängeln beziehen. wurde nicht nur die Rechte-
            
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