6.1 Universitätsbibliothek
(Direktor: Leitender Bibliotheksdirektor Dr. O0. Vinzent)
Der Buchzugang bei der Universitätsbibliothek ist weiterhin
stark rückläufig. Waren es 1984 noch 45.230 bibliographische
Einheiten, die erworben wurden, so schrumpfte diese Zahl
1987/88 auf 33.592 zusammen, Da seit fünf Jahren keine Erhöhung
der Finanzmittel stattgefunden hat, die Preise für Zeitschriften
und Bücher aber ständig gestiegen sind, ist diese
negative Entwicklung verständlich. Das jährlich vom Universitätspräsidenten
aufgelegte Literaturprogramm hat den Preisauftrieb
nur zum Teil ausgleichen können. Dadurch verbleiben
immer weniger Finanzmittel zum Ankauf von Monographien. Durch
das Förderprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft wird
uns weiterhin die Beschaffung psychologischer Literatur weltweit
ermöglicht. Mehr als 200.000 DM wurden uns hierfür bereitgestellt.
Dem Kaufrückgang steht allerdings eine beängstigende Steigerung
der bei uns einlaufenden Fernleihbestellungen gegenüber.
Die Anzahl der Fernleihbestellungen unserer Benutzer stieg
sprunghaft von 32.347 auf 40.083, somit um 24 $%.
Seit 1977 wird der Buchzugang der UB mittels EDV in einer Datenbank
erfaßt. Diese Datenbank enthält zur Zeit etwa 250.000
Katalogisate. Sie ist nunmehr am BS 2000 Rechner installiert
und kann über das Cantus-Netz für den Universitätsbereich,
aber auch über Datex-P von auswärts abgefragt werden. Dabei
wird der Benutzer durch das Programm mittels Menue-Technik
geführt. Damit ist es Herrn Dr. Kowalk, dem zuständigen EDV-Sachverständigen
in der Universitätsbibliothek gelungen, einen
der ersten in der Bundesrepublik Deutschland zur Verfügung
stehenden OPAC (Open-Public-Access-Catalog) bei der Universitätsbibliothek
Saarbrücken einzurichten. Parallel hierzu
und aufsetzend auf dem System der Universitätsbibliothek laufen
die Bemühungen der Universität um den Aufbau eines integrierten
Literaturversorgungssystems für den gesamten Universitätsbereich.
Mit der Erstellung des EDV-Kataloges war der Abbruch des alphabetisch
geordneten Zettelkataloges verbunden. Um diese Daten
(etwa 1 Million Titelaufnahmen) nach und nach in den neuen
EDV-Katalog überführen zu können, wurde im Frühsommer 1988
mit der Verfilmung des Zettelkataloges begonnen. Gleichzeitig
sind Kräfte der Universitätsbibliothek bemüht, diese Titelaufnahmen
nach einem festgelegten Kategorienschema zu erfassen.
Das Arbeitsamt unterstützt diese Maßnahmen zur Zeit mit
11 Kräften. Die Universitätsbibliothek hofft, auf diese Weise
nach einigen Jahren ihren Benutzern wiederum einen einheitlichen
Online-Katalog ihres gesamten Bestandes anbieten zu können.
Erworben werden konnte die Bibliothek Jakob Bleymehl aus
Fürth im Ostertal (etwa 2.000 Bände). der vorwiegend litera-Frische
Utonien gesammelt hatte