Full text : 14.1987 (0014)

Temperaturen Supraleitung nachgewiesen. Dieses Faszinierende
Phänomen, das immer noch theoretisch weitgehend unverstanden
ist und dessen innovativer Anwendungsbezug evident ist, wird
an Systemen beobachtet, die den oxidischen perovskitischen
Ferroelektrika, die im SFB seit längerer Zeit eingehend
untersucht werden, sehr nahe verwandt sind. Durch diese
Entdeckung wurden daher im SFB eine ganze Reihe von
Untersuchungen induziert, die das Ziel verfolgen, die
unterschiedlichen Aspekte der Hochtemperatursupraleitung in
verschiedenen Teilprojekten eingehender zu untersuchen.
Dieses Gebiet stellt einen weiteren Arbeitsbereich des SFB
dar, der sich auch für eine breitere Kooperation für die
weitere Zukunft eignen dürfte.

Wie schon verschiedentlich in der Vergangenheit haben die
Mitglieder des SFB während einer Klausurtagung, die am 6./7.
März 1987 in der Europäischen Akademie in Otzenhausen
stattfand, versucht, den Stand der Arbeiten und ihre
Zukunftsperspektiven im Rahmen von Vorträgen und Diskussionen
zu bestimmen. Die beiden oben genannten Gebiete haben sich
dabei als Hauptstoßrichtung herausgebildet, wobei die
konkrete organisatorische und inhaltliche Ausformung eine
reizvolle Aufgabe für die Zukunft darstellt.

3.2.3 SFB_246
Proteinphosphorylierung und intrazelluläre Kontrolle _von
Membranprozessen
(Sprecher: Professor Dr. W. Trautwein)

1987, im 2. Jahr der Förderungsperiode des SFB 246, sind eine
Reihe sehr guter Ergebnisse erzielt worden, die Anfang
Oktober als Vorträge und Posters auf einem Symposium in
Homburg Fachleuten aus dem In- und Ausland vorgestellt
wurden. Es handelt sich bei diesen Arbeiten um Probleme der
Signalübermittlung äußerer Reize, wie z.B. von Hormonen auf
Effektorsysteme in der Zelle. Bei dieser Übermittlung spielen
Proteine eine Rolle, deren Eigenschaft durch enzym-katalysierte
 Phosphorylierung reguliert werden kann. Auch die
Permeabilität von Ionenkanälen in der Zellmembran unterliegt
einer solchen Kontrolle. Aus der Fülle der Ergebnisse seien
hier einige herausgegriffen.

In der Biochemie wurden Peptide, welche Blocker des
CA-Ionenkanals binden, weiter chemisch charakterisiert und in
der Physiologie in künstliche Membranen inkorporiert. Dabei
bilden sich 2 Typen von CA-Ionenkanälen, deren Kinetik,
Leitfähigkeit und pharmakologisches Verhalten studiert wurde.
Die Phosphorylierung erhöht hier die CA-Permeabilität, was Zz.
B. zu einer Steigerung der Kontraktilität im Muskel führt.
Weiter wurde die Regulation zellulärer Funktionen durch
CGMP-abhängige Phosphorylierung von Proteinen untersucht. Das
die Phosphorylierung katalysierende Enzym, die cGMP-abhängige
Proteinkinase, wurde isoliert, und es wurde gezeigt, daß es
die Kalziumkonzentration im glatten Muskel senkt und damit
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.