Full text : 14.1987 (0014)

geeigneten Algorithmen auf verschiedene Prozessoren zu
verteilen, was wir unter dem Stichwort "parallelisieren"
verstehen. Programmen, die in existierenden Programmiersprachen
 geschrieben sind, ist es im allgemeinen sehr schwer
anzusehen, ob sie parallelisierbar sind, da programmtechnisch
bedingte Eigenheiten von Programmen die evtl. im
programmierten Algorithmus vorhandene Parallelisierbarkeit
verbergen. In dem Teilprojekt C1 des SFB 124 werden
funktionale Programmiersprachen untersucht. Das sind
Programmiersprachen, die nicht mehr dem konventionellen
Rechnermodell angepaßt sind, sondern mehr der Problemklasse,
die mit ihnen bearbeitet wird. Die Untersuchungungen des
Teilprojektes betreffen die Ausbeutung der funktionalen
Programmen inhärenten Parallelität und die Umwandlung von
Parameter-Übergabe-Mechanismen bei Unterprogrammen unter
Berücksichtigung der hierfür benötigten Zeit und des
Speicheraufwandes. Die Implementierung der funktionalen
Programmiersprache HOPE ist in Arbeit. Ein sehr weitgehendes
Typenkonzept für funktionale Programmiersprachen wurde
entwickelt und seine Semantik mit Hilfe konkreter
Datenstrukturen beschrieben. In diesem Teilprojekt arbeiten
in Saarbrücken unter Leitung der Professoren J. Loeckx und R.
Wilhelm 5 Mitarbeiter und 4 Studenten.

Das Problem der Organisation und des Betriebes von
zahlreichen Rechnern in einem Verbund wird im Teilprojekt D3
behandelt. Es wird dort an der Erstellung des verteilten
Betriebssystems POOL gearbeitet, das auch dem Rechenzentrum
unserer Universität zugute kommen wird. Das in dem
Teilprojekt entworfene System POOL wird in jedem Rechner des
Verbundes einen Knoten enthalten; diese Knoten kommunizieren
miteinander und transportieren Aufgaben von einem zu einem
anderen Rechner. Das "Transportsystem" wird auf den
vorhandenen Großrechnern (Siemens BS 2000) simuliert und auf
Kompaktsystemen (16 Paaren von Z80-Prozessoren und Motorola
68010-Prozessoren mit gemeinsamem Hintergrundspeicher)
implementiert. Auf diesem Kompaktsystem werden verschiedene
Kopplungsarten zwischen den reinen Kommunikationseinheiten
und den Einheiten erprobt, die die eigentliche "Produktion"
durchführen. Die besonderen Schwierigkeiten, die hierbei
auftreten, betreffen die Zusammenfassung von evtl. sehr
unterschiedlichen Einheiten in einem Verbund. Dieser
Schwierigkeit wird durch die Entwicklung eines universellen
virtuellen Knotens begegnet, der in die speziellen Einheiten
eingebettet wird. An diesem Projekt arbeiten hier unter der
Leitung von Herrn Professor H. Scheidig 3 Mitarbeiter und 4
Studenten.

Im Teilprojekt D4 schließlich wird ein Parallelrechner für
umfangreiche numerische Berechnungen entwickelt. Bis 1024
Prozessoren, die durch ein fehlertolerantes Permutationsnetzwerk
 miteinander verbunden sind, werden an der Lösung
einer gemeinsamen Aufgabe arbeiten. Nur ein geringer Teil der
Rechnerleistung wird dabei für Organisationsaufgaben verwendet,
 der größte Teil steht tatsächlich zur Verfügung. An
diesem Projekt arbeiten unter der Leitung von Herrn Professor
W. Paul 5 Mitarbeiter und 5 Studenten.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.