Fachbereich 15: Biologie
Prodekan:
ProL.
Dr.
Heinrich Kroeger
Der Fachbereich Biologie befindet sich zum Berichtszeitpunkt
(Oktober/November 1987) in einer Umbruchphase., Im Rahmen einer
generellen Neuorientierung, welche (a) die Berufschancen
der Absolventen des Studienganges Diplom-Biologie verbessern
und (b) biotechnologische Impulse aus der Universität heraus
an die Industrie vermitteln soll, sind Maßnahmen vorgesehen,
welche die angewandte, insbesondere gentechnologische Lehre
und Forschung im Rahmen des Fachbereichs Biologie fördern
sollen. Hierzu ist eine C4-Professur aus einem anderen Bereich
der Fakultät in die Biologie transferiert worden. Sie
soll mit einem "Angewandten Mikrobiologen" besetzt werden,
der auch gentechnologische Methoden in der Forschung anwendet
und in der Lehre vermittelt. Das Berufungsverfahren ist im
Gange und nähert sich zum Berichtszeitpunkt seinem Ende. Als
flankierende Maßnahme soll auf eine C3-Professur ein ebenfalls
anwendungsorientierter Biologe berufen werden, der möglichst
eng mit dem oben genannten "Angewandten Mikrobiologen”
zusammenwirken soll, ohne daß - im Interesse größtmöglicher
Flexibilität - dessen Zuordnung zu einer der vorhandenen
Fachrichtungen vorab festgelegt wird. Diese Professur soll
unter Mitwirkung des neu berufenen "Angewandten Mikrobiologen"
besetzt werden.
Außer Professor Wetter, der eine Arbeitsgruppe für Virologie
innerhalb der Fachrichtung Botanik leitete und das Elektronenmikroskop
betreute, ist auch Professor Dr. H. Kaldewey
endgültig in den Ruhestand getreten, nachdem er im SS 1987
noch mit der Vertretung seiner bisherigen Stelle beauftragt
worden war; er hat eine Arbeitsgruppe über Phytohormone innerhalb
der Fachrichtung Botanik geleitet. Die Berufung eines
Nachfolgers mit der Ausrichtung "Pflanzenphysiologie" ist im
Gange. Auch hier soll eine mögliche Mitarbeit im Rahmen des
Lehr- und Forschungsangebots "Biotechnologie" zumindest in
Betracht gezogen werden, doch dominieren bei dieser Besetzung
die allgemeinen Interessen der Fachrichtung Botanik.
Akzentuiert werden diese laufenden und die geplanten Neu- und
Wiederbesetzungen durch ein weitgehendes Revirement der Raumverteilung
innerhalb der Universität, an der die Biologie in
erheblichem Umfange teilnimmt. Vorrangig ist die Unterbringung
der verschiedenen Mikrobiologie-Arbeitsgruppen unter einem
Dach, weiter die Verbesserung der seit langem - teilweise
dramatisch - unbefriedigenden Raumsituation der Fachrichtungen
Genetik, Zoologie und Botanik. Verwirklicht werden sollen
diese Pläne als Teil des Ringtausches, der durch den Umzug
von Teilen der Universität in das neugegründete "Umweltzentrum"”,
das derzeit im Stadtkern von Dudweiler entsteht, er-