Hinsichtlich der angestrebten _ Abschlußprüfungen setzt sich
der in den Verjahren bereits gemeldete Trend noch unverändert
fort: Die Zahl der am Lehramt Interessierten geht immer noch
zurück; nur noch knapp 9 % der Studierenden (bundesweit waren
es 1986 immerhin noch 11,5 %) streben eine Lehramtsprüfung
an, so daß erstmals die Zahl der Magisterstudenten (1.634)
diejenige der Lehramtsstudenten (1.515) überflügelt hat. Demgegenüber
geht fast jeder 2. Studierende (46,2 %) auf ein Diplom
zu. (Vgl. Tab. 3)
Die Zulassungssituation in NC-Studiengängen hat sich zum Wintersemester
1987/88 gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich
verändert. Für die besetzbaren 466 (Vorjahr 478) Studienplätze
im lokalen Auswahlverfahren haben sich 1653 deutsche Bewerber/innen
(einschließlich sog. Bildungsinländer/innen) gemeldet.
Es konnte also nicht einmal jede/r Dritte zugelassen
werden. Zugenommen hat die Zahl der Zulassungsanträge bei den
Studiengängen Wirtschaftspädagogik/Wirtschaftswissenschaft
(LAB), Informationswissenschaft, Geographie sowie Übersetzen
und Dolmetschen (Erstsprachen Italienisch und Russisch); in
den übrigen Übersetzer- und Dolmetscherstudiengängen sowie
bei Elektrotechnik, Biologie und Kunsterziehung ist die Zahl
der Bewerbungen zurückgegangen (vgl. Tab. 4). Im Studiengang
Sportwissenschaft konnte erstmals wieder - seit Jahren - ohne
Zulassungsbeschränkungen zugelassen werden.
Bei den "harten" ZVS-Fächern (Medizin, Zahnmedizin, Biologie-Dipl.,
Pharmazie und Psychologie) haben sich gegenüber dem
Vorjahr ebenfalls keine nennenswerten Änderungen ergeben
(wenn man davon absieht, daß fast 50 % Psychologie-Zulassungen
mehr verschickt wurden als im Vorjahr). Umso
härter wurde es bei den "weichen" ZVS-Fächern (Verteilungsverfahren
für Rechtswissenschaft, BWL, VWL, Informatik)
für die Universität: Trotz z. T. bereits erhöhter Zulassungsquoten
nahmen die Zulassungen und Immatrikulationen weiterhin
überproportional zu. Die Zahl der ausgesprochenen Zulassungen
stieg gegenüber dem Vorjahr um bis zu 32 % (BWL) an, diejenige
der Immatrikulationen sogar um bis zu 43 % (Rechtswissenschaft
- vgl. Tab. 4)
Bei den "freien" Fächern gab es keine wesentlichen Veränderungen
der Einschreibungszahlen - ausgenommen den Studiengang
Kunstgeschichte, der gegenüber dem Vorjahr eine weitere Steigerung
der Studienanfängerrate erfahren mußte: mit 96 Studienanfängern
im Hauptfach, exakt 50 % mehr als im Vorjahr.
Für die ausländischen _Studienbewerber/innen wird das Zulassungsverfahren
vom Akademischen Auslandsamt abgewickelt: Insgesamt
wurden zum Wintersemester 1987/88 2 050 Anträge von
ausländischen Bewerber/inne/n bearbeitet, von denen 1 498
vollständig waren; auch dies bedeutet eine Zunahme von 9 5%
bzw. 12 % - und dies obwohl erstmals ausländische Bewerber,
die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Saarland, Bremen,
Hessen oder NRW erworben haben, (sog. Bildungsinländer) verfahrensmäßig
wie deutsche Studienbewerber/innen behandelt
wurden. Für die 144 reservierten Studienplätze in zulassungs-