anzulasten sind wie dem Faktum, daß die Neigung zum Fachwechsel
immer noch zunimmt. (Die Gründe hierfür können in
mangelnder schulischer Vorbereitung, in allgemeinen
Orientierungsproblemen, in der Überfüllung der Universität,
aber auch in der ungewissen Arbeitsmarktsituation gesucht
werden.) Dies läßt sich ebenso an den Studienanfängerzahlen
ablesen: Nur 74 % (Vorjahr 78,9 %) der 2871 Vorjahr 2686)
Studierenden im 1. Fachsemester sind zugleich auch Studienanfänger;
statistisch gesehen wechselt also von 3 Studienanfängern
mindestens einer sein Fach - mindestens einmal ...
Die Zahl der ausländischen Studierenden bleibt relativ stabil:
1113 gegenüber 1119 im Vorjahr; das sind 6,3 % der Studentenschaft
(die 58 Studienkollegiaten und 55 Deutschkurs--Besucher
nicht gerechnet). Die meisten von ihnen kommen
traditionell aus dem benachbarten Frankreich (269 = 1,5 %)
und Luxemburg (131 = 0,7%; dann folgen bereits die
iranischen Studenten (113 = 0,6%).
Der Anteil der Saarländer/innen ist sowohl in absoluten Zahlen
(10 969 gegenüber 10 980 im Vorjahr) als auch in der Relation
(62,1 % gegenüber 62,9%) ein wenig zurückgegangen. Für
die entsprechende Erhöhung des Anteils von nicht-saarländischen
deutschen Studierenden ist zumindest zu einem Teil das
ZVS-Ortsverteilungsverfahren verantwortlich. Nichtsdestotrotz
kommen die meisten Nicht-Saarländer/innen immer noch aus dem
benachbarten Rheinland-Pfalz (2 342 = 13,3%); interessant ist
allerdings, daß dieser zahlenmäßige Vorsprung der Rheinland-Pfälzer/innen
vor den sonstigen Bundesdeutschen nicht für die
Medizinische Fakultät gilt, in der sie hinter den Saarländer/inne/n
(40,1%) und Baden-Württemberger/inne/n (18,1%)
erst an 3. Stelle (15,6%) liegen.
Die Zahl der Studienanfänger/innen hat im Berichtsjahr
1986/87 in 2 Studiengängen markant zugenommen: In Betriebswirtschaftslehre
und Rechtswissenschaft ist die Zahl der Studienanfänger/innen
(1. Fachsemester) jeweils um eine weitere
Hundertschaft gestiegen. Dadurch hat sich die Betriebswirtschaftslehre
an die Spitze der "beliebtesten"Fächer (s.Tab.2)
der Universität gesetzt: 2.414 Studierenden entsprechen dabei
gut 13 % der studentischen Gesamtpopulation im Wintersemester
1986/87. Die Abstände zu den beiden folgenden Fächern Medizin
(2.225 Studierende) und Rechtswissenschaft (2.194 Studierende)
sind nicht sehr groß. An 4. Stelle folgt dann - mit einigem
Abstand - das erste geisteswissenschaftliche Fach, die
Germanistik (1.056 Studierende), vor dem ersten naturwissenschaftlichen
Fach der Chemie (797 Studierende). Die Informatik
(618 Studierende) schiebt sich zahlenmäßig immer weiter
vor und liegt mittlerweile auf Platz 7 (Vorjahr: 11, Vorvorjahr:
13), während sich der Studentenrückgang bei den Philologien
recht deutlich zeigt: Germanistik minus 101, Französische
Sprach- und Literaturwissenschaft minus 60 (von Platz 7
auf Platz 11), Anglistik minus 31 (von Platz 8 auf Platz 10).
Bemerkenswert erscheint noch, daß sich die Physik (Platz 14)
zahlenmäßig verbessert und damit sogar vor die Mathematik
(Platz 15, Vorjahr: 14, Vorvorjahr: 12) geschoben hat.