Ohne auf die hiermit verbundene derzeitige Bewährungsprobe
der universitären Selbstverwaltung eingehen zu wollen, seien
als Aktivposten der Jahresbilanz die in die nächsten Jahre
reichende Kontinuität unserer gemeinsamen Arbeit und das erfolgreiche
Bemühen der Landesregierung um Erweiterungsbauten
im Stadtzentrum Dudweiler sowie um neue Forschungseinrichtungen
mit Neubaumaßnahmen am Campus Saarbrücken hervorgehoben.
Im Hinblick auf die angestrebte enge Verbindung dieser Nachbarinstitute
mit Forschung und Lehre der Universität sind der
Kooperationsvertrag mit dem Institut für Neue Materialien und
die Gründung des Bereichs Medizintechnik, gemeinsam mit der
Fraunhofer Gesellschaft, zu nennen.
Des weiteren fanden die wissenschaftlichen Leistungen unserer
Hochschullehrer eine zunehmende überregionale Anerkennung
durch Akademiestipendien, durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
und andere Organe der Wissenschaftsförderung, so
daß das sogenannte Drittmittelaufkommen eine weiterhin steigende
Tendenz zeigt - und damit nicht zuletzt zur Schaffung
von Arbeitsplätzen beiträgt. Zum einzelnen wird auf unseren
ausführlichen Jahresbericht verwiesen.
Die Erweiterung der wissenschaftlichen Aktivitäten spiegelt
sich ebenfalls in der internationalen Zusammenarbeit, in einer
führenden Position der Universität des Saarlandes im
ERASMUS-Programm sowie in den deutsch-deutschen Wissenschaftsbeziehungen
seit Abschluß des ersten Partnerschaftsvertrages
mit der Karl-Marx-Universität Leipzig wider.
Die genannten Punkte beschreiben zugleich den Weg, der vor
uns liegt, wobei ich von Ergebnissen der in der Presse gern
erwähnten laufenden Planungen erst reden möchte, wenn wir sie
vorlegen können.
Erstmals vorstellen konnten wir inzwischen ein systematisches
Sprachenangebot für Hörer aller Fakultäten, in der Absicht,
zumindest eine Dreisprachigkeit auf dem Campus zu erreichen,
also neben dem Deutschen (!) und Französischen die englische
Sprache zu fördern, welche heutzutage für jeden, der studiert
oder wissenschaftlich tätig sein will, unverzichtbar ist.
Ein dreisprachiger Campus soll es ermöglichen, daß unsere
Studentinnen und Studenten vermehrt ins Ausland gehen, Wir
haben etwa 60 Hochschulpartnerschaften in aller Welt und versuchen,
besonders diejenigen zu entfalten, welche mit einer
gegenseitigen Anerkennung der Studienleistungen verbunden
sind, so daß keine Verlängerung der Studienzeit eintritt.
Und wir wollen dabei gleichzeitig in Richtung eines European
Credit Transfer Systems (ECTS) und einer notwendigen Verkürzung
des Primärstudiums wirken; denn künftig werden erneuerte
Qualifikationen - d. h. Studien im zweiten Lebensalter, noch
bevor man ein Senior wird - unumgänglich sein.
Mehr jedoch als alle speziellen Qualifikationen halte ich ein
oder zwei Semester währende Studienaufenthalte im Ausland für
wichtig - auch im Hinblick auf den gemeinsamen europäischen
Binnenmarkt mit einer noch nicht abschätzbaren beruflichen