gliederung durch Aufnahme in einen bestehenden Fachbereich
(z.B. FB 6) oder durch Bildung eines neuen Fachbereichs (zusammen
mit einer oder mehreren anderen Fachrichtungen) erfolgen
sollte, müßte dann die Philosophische Fakultät entscheiden.
Da seit dem WS 1985/86 auch an unserem Institut die Studentenzahlen
deutlich rückläufig sind, ist hinsichtlich der
Lehr- und Ausbildungssituation in den unteren Semestern
schon eine spürbare Entlastung - vor allem in Bezug auf die
bis dahin weitgehend überfüllten Veranstaltungen in den
sportpraktischen Grundkursen - eingetreten. Sollte diese
Tendenz anhalten, könnte im weiteren auch an einen Abbau der
unverhältnismäßiqgq vielen Lehraufträge gedacht werden.
Hinzu kommt, daß in Kürze mit der Wiederbesetzung der vakanten
"Professur für Sportwissenschaft, Schwerpunkt Sportpädagogik"
(Nachfolge Schmitz) gerechnet werden kann, denn die
Berufungskommission konnte ihre Arbeit im SS 1986 absechließen,
so daß inzwischen eine von der Philosophischen Fakultät
verabschiedete Liste dem Minister für Kultus, Bildung und
Wissenschaft vorliegt.
Von der im SS 1986 erhaltenen Möglichkeit, in Sportwissenschaft
den Magister- oder Doktorgrad zu erwerben, haben inzwischen
schon einige Studierende Gebrauch gemacht. So hat
im SS 1986 ein Kandidat erstmals in Saarbrücken mit Sportwissenschaft
im Nebenfach promoviert und einige andere haben
sich in den Magisterstudiengang eingeschrieben. Für unsere
Diplom-Sport-Studenten ist es allerdings noch nicht möglich,
nach Abschluß ihres 6semestrigen Studiums direkt die Promotion
anzustreben, da diese einen 8semestrigen Studiengang
voraussetzt. Das war mit ein Grund, die bisherige
Diplom-Ausbildung zu überdenken und - wie im letzten Bericht
bereits erwähnt - neu zu konzipieren. Dieser Aufgabe unter-Zog
sich eine vom Institutsrat eingesetzte Kommission, die
unter dem Vorsitz des Ausbildungsleiters für den Diplom-Studiengang,
Herrn AOR Koch, inzwischen einen Entwurf erstellt
hat. Er sieht ein 8semestriges Studium mit einem neu aufgenommenen
Studienbereich "Prävention/Rehabilitation" vor.
Nach Abklärung einiger noch offener Fragen kann im kommenden
Semester diese Neufassung den zuständigen Gremien zur Weiterbehandlung
zugeleitet werden.
Zum Abschluß muß leider - wie schon in den vorgehenden Berichten
(siehe 1983 - 1985!) - auf einen unverändert negativ
gebliebenen Tatbestand hingewiesen werden: auf die nach wie
vor völlig unzureichende räumlich-sächliche Ausstattung des
Instituts, die nicht nur Lehre und Ausbildung erheblich beeinträchtigt,
sondern auch - und vor allem - die Durchführung
bestimmter Forschungsvorhaben behindert oder sogar unmöglich
macht.
Es bleibt hier nur die Hoffnung, daß ein grundlegender Wandel
eintritt.