logen, Pharmakologen und Humangenetiker) arbeiten. Die Förderungssumme
der Deutschen Forschungsgemeinschaft betrug im
Jahre 1986 DM 2,3 Millionen (Personal- und Sachmittel sowie
Investitionen).
Der Sonderforschungsbereich hat sich zum Ziel gesetzt, im
Rahmen seiner Teilprojekte zu klären, wie intrazelluläre Systeme
durch Phosphorylierung Membranprozesse regulieren. Bei
der Übertragung eines Signals, zZ. B. eines Überträgerstoffs
des Nervensystems, eines Hormons oder der Glukosekonzentration
im Blut in eine zelluläre Antwort, wie z. B. Änderungen
der sektorischen Leistungen einer Zelle (Insulinfreisetzung)
oder der Permeabilität der Zellmembran, spielen intrazelluläre
Vorgänge eine Rolle. Diese laufen meist in einer Reaktionskette
ab, bei der mehrere Enzyme aktiviert werden. Der
letzte Schritt dieser Kette, der den Effekt auslöst, ist in
vielen Fällen die Phosphorylierung eines Proteins. Die 13
Projekte versuchen die Aufklärung solcher Reaktionsschritte
und der Proteinphosphorylierung am Beispiel einer Reihe von
Zell-Leistungen. So werden z. B. in der Biochemie Ionenkanäle
isoliert und gereinigt und in der Physiologie in künstliche
Membranen rekonstituiert und die Wirkung der Phosphorylierung
durch Enzyme auf die Eigenschaften des Ionenkanals
studiert. Andere Arbeitsgruppen befassen sich u. a. mit dem
Stofftransport im Darm, der Insulinfreisetzung in der Bauchspeicheldrüse,
der Rolle von Phosphorylierungen bei der
Schmerzrezeption oder der Zellteilung im Zusammenhang mit
der Tumorgenese. Typisch an diesem Sonderforschungsbereich
ist die enge Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen. So
besteht z. B. auch eine Zentrale Einrichtung in der Biochemie,
in der Enzyme gereinigt und zur Verwendung in anderen
Laboratorien des Sonderforschungsbereichs in größeren Mengen
hergestellt werden,
3.2.5 SFB_314
Künstliche Intelligenz _- Wissensbasierte Systeme
(Stellvertretender Sprecher: Professor Dr. W. Wahlster) *)
Forschungsschwerpunkte
Ziel der Künstlichen Intelligenz ist es, Rechner derart zu
programmieren und mit Peripherie zu versehen, daß sie möÖöglichst
große Teile menschlicher Intelligenzleistungen zu
vollbringen imstande sind. Der SFB hat die Aufgabe, das
Wissen und die Kenntnis über den informatikspezifischen Teil
der Künstlichen Intelligenz auszubauen und in Pilotprojekten
zur Anwendung zu bringen. Er befaßt sich ferner damit, die
dafür benötigten Werkzeuge in Hard- und Software auf ihre
Brauchbarkeit zu untersuchen und weiterzuentwickeln.
*) Sprecher 1986 ist Professor Dr. P. Deussen, Universität
Karlsruhe