ners, auf sehr kleiner Fläche untergebracht werden, Aus physikalischen
Gründen ist die Packungsdichte beschränkt und
die Fläche des Chips nach oben. Hieraus stellt sich das Problem,
zunächst einen im logischen Sinne korrekten Entwurf
für den angestrebten Schaltkreis überhaupt herzustellen und
ihn dann auf dem Chip unterzubringen. Hierbei bestehen gewisse
Freiheiten, die man für Optimierungen ausnutzt. Kriterien
gür die Optimierung sind die Anzahl der Schaltelemente
pro qacm, Zuverlässigkeit und Taktfrequenz. In den beiden
Saarbrücker Teilprojekten sind unter der Leitung von zwei
Professoren 10 Mitarbeiter und 12 Studenten tätig. Die neue
Technologie, von der hier die Rede ist, wird es in viel
stärkerem Maße erlauben, die Ausführung von dazu geeigneten
Algorithmen auf verschiedene Prozessoren zu verteilen, was
wir unter dem Stichwort "parallelisieren" verstehen. Programmen,
die in existierenden Programmiersprachen geschrieben
sind, ist es im allgemeinen schwer anzusehen, ob sie
parallelisierbar sind, da programmiertechnisch bedingte Eigenheiten
von Programmen die eventuell im programmierten Algorithmus
vorhandene Parallelisierbarkeit verbergen.
Projektbereich C:
SPRACHUNTERSTÜTZENDE RECHNERARCHITEKTUREN
C1 RECHNERARCHITEKTUR FÜR FUNKTIONALE PROGRAMMIERSPRACHEN
(Loeckx, Wilhelm)
Ziel dieses Teilprojektes ist die Entwicklung eines Systems
zur weitgehend automatisierten Implementierung von funktionalen
Programmiersprachen aus parallelen Rechnerarchitekturen,
die dieser Sprachklasse und ihrem Ausführungsmodell angepaßt
sind. Ein solches System bietet die Möglichkeit,
funktionale Programmiersprachen für verschiedene Einsatzgebiete
zu entwerfen, zu implementieren und zu erproben. Die
zu entwickelnde Rechnerarchitektur soll Effizienzprobleme
lösen, welche funktionale Programmiersprachen bei der Realisierung
aus von-Neumann-Architekturen anhaften.
Projektbereich D:
PARALLELE SYSTEME
D3 VERTEILTE, DEZENTRAL ORGANISIERTE BETRIEBSSYSTEME FÜR
HOCHPARALLELE NETZE AUS VIELEN PROZESSOREN (Scheidig)
Das Ziel dieses Teilprojektes besteht in der Realisierung
eines verteilten Rechnersystems, das aus vielen Prozessoren
besteht, die mit Hilfe eines leistungsfähigen KommunikatioNSSystems
schnell miteinander kommunizieren können.
3.2.3 SFB 130
Ferroelektrika
(Sprecher: Professor Dr. J. Petersson)
Der Sonderforschungsbereich 130 - Ferroelektrika - wird an
der Universität des Saarlandes in Saarbrücken durch die
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 1974. gefördert.
Die allgemeinen Richtlinien der DFG ermöglichen eine maxima-