Full text : 13.1986 (0013)

3.2 Sonderforschungsbereiche

Nachdem der SFB 38 - Membranforschung - nach 17jähriger Dauer
 Ende 1985 endgültig ausgelaufen ist, werden derzeit noch
fünf Sonderforschungsbereiche gefördert, deren Sprecher berichten.


3.2.1 Sonderforschungsbereich 100
Elektronische Sprachforschung
(Sprecher: Professor Dr. W. Wilss)

Das herausragende Ereignis im SFB 100 im Berichtszeitraum
war die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des
Dritten Internationalen Kolloquiums "Maschinelle Übersetzung,
 Methoden und Werkzeuge". Das Kolloquium, das vom Minister
 für Kultus, Sport und Volksbildung des Saarlandes eröffnet
 wurde, fand in der Zeit vom 1. bis 3. September 1986
statt und führte ungefähr 80 Fachleute aus dem In- und Ausland
 in Saarbrücken zusammen.

Dieses Kolloquium war für den SFB 100 besonders wichtig,
weil dieser am 31.12.1986 auslaufen wird und sich für ihn
deshalb mit diesem Kolloquium noch einmal eine Gelegenheit
bot, sich mit seinen fünf Projekten einem sachkundigen
Publikum vorzustellen. Die Akten des Kolloquiums sind inzwischen
 zur Veröffentlichung vorbereitet und werden Anfang
1987 beim Niemeyer-Verlag in Tübingen erscheinen. Der SFB
100 dankt dem Universitätspräsidenten herzlich für einen
Druckkostenzuschuß.

Von diesem Kolloquium abgesehen verlief die Arbeit der fünf
Teilprojekte des SFB 100 nach Plan. Darüber werden detailliert
 die Projekte im Rahmen ihrer Tätigkeitsberichte und
der dort aufgeführten Publikationen referieren.

Der SFB 100 kann heute, im 14. und letzten Jahr seines Bestehens,
 auf eine fruchtbare, ergebnisreiche und ausstrahlungswirksame
 Arbeit zurückblicken. Der Erfolg seiner Arbeit
läßt sich nicht zuletzt an der Tatsache ablesen, daß die EG
schon vor Jahren Interesse an der Arbeit des SFB 100 bekundet
 haben. Die Folge war, daß sich ab 1974 enge Kontakte zu
den einschlägigen Stellen in Luxemburg ergaben, die die Res-Sourcen
 des SFB 100 in immer stärkerem Maße beanspruchten.
Es ergab sich nunmehr für den SFB 100 die Möglichkeit, zusammen
 mit den EG EUROTRA zu konzipieren und die Entwicklung
wichtiger EUROTRA-Programmteile in Angriff zu nehmen. Im Zuge
 der Institutionalisierung von EUROTRA wurde EUROTRA-D mit
Sitz in Saarbrücken gegründet (mit Begleitforschung an den
Universitäten Berlin, Bielefeld und Stuttgart). Der SFB 100
betrachtet es als eine Anerkennung seiner Arbeit, daß im EU-ROTRA-D-Team
 auch ehemalige SFB-Mitarbeiter tätig sind und
daß viele im SFB 100 entwickelte Ideen Eingang in die
EUROTRA-Arbeit gefunden haben.
            
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