Full text : 13.1986 (0013)

rung, neue Erweiterungsflächen zu schaffen, natürlich eingehend
 erörtert. Viele von Ihnen wissen, daß dies - wie zu allen
 emotional bewegten Zeiten - teilweise allzu aufgeregte
Diskussionen in der Universität hervorgerufen hat. Aber diese
Diskussionen waren, weil wir sie ernst nahmen, notwendig. Sie
ergaben in Verbindung mit wirtschaftlichen Kalkulationen, daß
es keinen Sinn macht, einen dritten Campus zu eröffnen. So
wird die universitäre Lehre auf dem Saarbrücker Campus erhalten
 bleiben. Die Erweiterung in Dudweiler wird bestimmten
Forschungseinrichtungen, etwa einem Schwerpunkt Umweltwissenschaften,
 und einer verbesserten Unterbringung des Studienkolleas
 dienen.

Der Dank für die Leistungen während des vergangenen Jahres
gilt auch allen Mitgliedern unserer Universität. Hochschullehrer
 und Wissenschaftler haben trotz der anhaltenden "Üüberlast-Situation"
 bedeutende Forschungsergebnisse und Auszeichnungen
 vorzuweisen. Damit haben sie den internationalen Ruf
der Universität des Saarlandes bestätigt und grundlegend zur
Qualifikation unserer Studentinnen und Studenten beigetragen,
Dies ist immer wieder den Kritikern vorzuhalten, welche von
einer Universität zu vieles auf einmal erwarten.

Nicht unerwähnt bleibe, daß sich die Einwerbung von Drittmitteln
 für freie Forschung ansehnlich erhöht hat und daß hiermit
 auch die Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze verbunden
ist. Im Hinblick auf das Verwaltungs- und technische Personal
bitte ich Sie, sich vor Augen zu halten, welche Mehrarbeit
und welcher bürokratische Ballast ohne wesentliche Stellenvermehrung
 zu bewältigen sind, verbunden mit dem Bestreben,
die gute Atmosphäre und einen menschlichen Umgangston auf un-Sserem
 Campus zu erhalten. Dies ist, scheint mir, weitgehend
gelungen, und dafür danke ich sehr. Hieran knüpfe ich jedoch
die Bitte an Sie alle, auch als Kraftfahrer auf unserem Campus
 diesen rücksichtsvollen Umgang zu entwickeln und den Campus
 endlich als Fußgängerzone anzusehen. Haben wir doch bisher
 keine Möglichkeit, ihn weitgehend vom Kraftfahrverkehr zu
entlasten. weil uns außerhalb agqenügende Parkplätze fehlen.

Der Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, an alle
Gruppen der Universität, bezieht sich nicht zuletzt auf die
langen Diskussionen ınd auf die gemeinsame Verabschiedung eines
 dritten Universitätsentwicklungsplanes sowie auf die zZ2usammenarbeit.
 im sogenannten HdA-Projekt ("Humanisierung des
Arbeitslebens") - auf alle harten, erfolgreichen Bewährunasvproben
 der Autonomie unserer Universität.

Und nun zu unserer hoffnungsvollen Jugend! Ich zitiere:
"Unsere Jugend beherrscht keine Sprache, sie kennt keine Literatur,
 sie hat nicht einmal die Hauptwerke unserer großen
Dichter wirklich in Ruhe gelesen... Und sie stirbt am Ende
ihrer Schulzeit vor Langeweile. Sie ist so überfüttert mit
Notizen, so uwungeschult in der Auffassung geistiger Vorgänge...,
 daß sie auf der Universität einem freien Vortrage, sei
derselbe noch so durchdacht und noch so klar, zu folgen außer
Stande ist..."
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.