Daß die Hochschullehrer und ihre Mitarbeiter sich nicht nur
auf Lehre und Forschung an der Universität beschränkt haben,
sondern auch außerhalb tätig geworden sind und ihre Erkenntnisse
weitergegeben haben, belegen die nachfolgenden Tabellen
unterschiedlicher Art.
Wir haben einerseits die Berufungen zu Lehr- und Prüfungstätigkeiten
außerhalb dieser Universität (Tab. 27), abgesehen
von Prüfungstätigkeiten bei den Staatsexamina im Saarland,
zusammengestellt, zum anderen auch die außerhalb unseres
Lehrbetriebs gehaltenen Vorträge und _ Referate dokumentiert
(Tab. 28).
Schon dies alles wäre - im weitesten Sinne - unter den heute
gern benutzten Begriff Wissenstransfer zu — subsumieren.
Trotzdem haben wir uns bemüht, diesen Begriff enger zu fassen
und ihn auf die "befruchtenden" Kontakte mit nicht-hochschulischen
Partnern zu beschränken. Wir rechnen hierzu allerdings
nicht nur die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft,
sondern auch diejenige mit Behörden, Verwaltungen und ähnlichen
Einrichtungen, einschließlich gutachtlicher Stellungnahmen
(Tab. 29).
Gerade der Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft
und Wissenschaft dienen die Aktivitäten der vom Saarländischen
Wirtschaftsministerium finanzierten Kontaktstelle für
Wissens- und Technologietransfer (KWT) der Universität des
Saarlandes.
Die Kontaktstelle wird vom Vizepräsidenten für Forschung geleitet
und hat in erster Linie die folaenden Aufgaben:
Information der Wirtschaft über das an der Universität
vorhandene wirtschaftsnahe Wissen und über mögliche Gebiete
und Formen gemeinsamer Vorhaben,
Kontaktvermittlung zwischen den Unternehmen und geeigneten
Wissenschaftlern der Universität und ihren Labors,
Unterstützung von Unternehmen und Wissenschaftlern bei
der Beteiligung an Förderprogrammen,
administrative Betreuung von gemeinsamen Vorhaben zwischen
der Universität und Unternehmen,
Durchführung von Veranstaltungen, die dem gegenseitigen
Erfahrungsaustausch zwischen den Wissenschaftlern- der
Universität und den Fachleuten der Wirtschaft dienen.
Die Kontaktaufnahme zur Zielgruppe der kleinen und mittleren
Unternehmen ist sehr schwierig, da die Möglichkeit, sich an
die Universität um Unterstützung zu wenden, noch zu wenig
bekannt ist. So beschränkten sich die Anfragen aus diesem
Kreis zunächst auf allgemeine Informationen, und erst nach
und nach wurden spezielle Probleme an die Kontaktstelle herangetragen,
zu deren Lösung dann innerhalb der Universität
Wissenschaftler gewonnen werden konnten. Grundsätzlich sind
die Wissenschaftler der Universität bereit, kleine und mittlere
Unternehmen im Rahmen der Möglichkeiten zu unterstützen.
Aus diesem Grund bestand in der Anlaufphase ein Schwer-