Diesem Problem hat sich die Universität, die ja auch als ein mittelgroßer
Betrieb, ungefähr mit 300 Professoren und 2.700 Wissenschaftlern
und Mitarbeitern betrachtet werden kann, seit Jahren gestellt.
Ich erinnere an die zunehmende Zahl von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen
und Stellen für Auszubildende. Natürlich liegen die primären und Haupt
aufgaben der Universität in einer anerkannten Forschung und Lehre zugunsten
der Qualifikation unserer Studentinnen und Studenten; dem bedeutendsten
Faktor des Wissenstransfers, der heute in aller Munde ist.
Dem versuchen wir durch zukunftsträchtige Schwerpunktbildungen sowohl
auf traditionell kulturwissenschaftlichen Gebieten als auch in neuen
natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern bei der Entwicklungsplanung
Rechnung zu tragen.
Was den Auftrieb der Forschung betrifft, so verweise ich Sie beispielshalber
auf die Einrichtung eines neuen Sonderforschungsbereiches in der
Medizinischen Fakultät, darauf, daß wir mit Hilfe des Landes und gemeinsam
mit der Fraunhofer Gesellschaft einen neuen Arbeitsbereich für Medizintechnik
schaffen und schließlich auf die intensivierte Zusammenarbeit
mit der Industrie im Sinne gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsprojekte.
Von seiten der Lehre gelten den genannten Zukunftsaufgaben die Planung
neuer und/oder flexibler Magisterstudiengänge nach dem Bausteinprinzip.
die Einrichtung von Kursen in der Informatik und in Fachsprachen, und
nicht zuletzt dient das Zusammenwachsen der Hochschulen der Saar-Lor-Lux-Region
auch diesem Ziel.
Wie im Vorjahr angekündigt, haben wir inzwischen eine Charte de Cooperation
Universitaire Sar-Lor-Lux abgeschlossen.
Dieser Verbund ist nicht mißzuverstehen als eine übliche internationale
Kooperation von Hochschulen. Er zielt weiter. Nämlich auf einen Verbund
europäischer Universitäten mit geteiltem Campus, auf eine künftige europäische
Region, welche das Saarland, Lothringen und Luxemburg umschließt.
Wir - in diesem ehemaligen Montankern - sind nicht mehr die ersten. Ich
erinnere Sie an die nach dem Krieg gegründete Regio basilensis und an die
heute sehr aktiven europäischen Regionen am Niederrhein. Aber ich hoffe,
daß wir auch nicht die letzten sein werden.