Sonderforschungsbereich 38
MEMBRANFORSCHUNG
Spreche:
Yrofessor Dr. W. Trautwein
Dem 1968 gegründeten SFB 38, Membranforschung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft
gehörten 1984 achtzehn Arbeitsgruppen aus den Gebieten Biochemie,
Innere Medizin, Pharmakologie, Physiologie und Med. Biologie an. Der SFB 38
verfügt weiter über ein zentrales Servicelabor für Zellkultur und Elektronenmikroskopie.
Im Jahr 1984 arbeiteten im Rahmen dieser achtzehn Arbeitsgruppen
51 wissenschaftliche Mitarbeiter und 47 technische Angestellte. 28
wissenschaftliche Mitarbeiter waren Angehörige des Landes (Grundausstattung)
und 23 Mitarbeiter waren von der DFG finanziert (Ergänzungsausstattung). Die
entsprechenden Zahlen für das technische Personal waren: 28,19. Die Förderung
durch die DFG betrug 1984: 2.4 Millionen, seit 1968 insgesamt: 37,1 Millionen.
Das Saarland hat seit 1968 etwa ebenso viele Mittel für die Unterhaltung des
SFB aufgebracht wie die DFG.
Entsprechend der verschiedenen, im SFB vertretenen Fachrichtungen versteht
sich dieser als interdisziplinärer, fachübergreifender Forschungsverbund zur
Lösung von Problemen der Membranphysiologie. Die wissenschaftlichen Aktivitäten
des SFB dokumentieren sich auf verschiedenen Ebenen. Im letzten Jahr
veranstaltete der SFB 25 wissenschaftliche Kolloquien mit auswärtigen und
zum großen Teil ausländischen Gastrednern. Ca. l1oo Vorträge wurden 1984 von
Mitgliedern des SFB auf internationalen Symposien, Kongressen und auf Einladung
von auswärtigen und meist ausländischen Instituten gehalten. Die zahlreichen,
z.T. ehrenvollen Einladungen sprechen für die internationale Reputation
des SFB. Ca. 75 Arbeiten sind 1984 erschienen oder sind zur Publikation
angenommen worden. 3 Mitglieder des SFB haben sich 1984 habilitiert
und 6 Doktoranden sind im Rahmen des SFB durchgeführt worden. Die Zahlen
deuten das Gewicht an, das dem SFB auch für die Ausbildung des wissenschaftlichen
Nachwuchses und der Lehre zukommt. Bis 1983 waren fast alle vom SFB
dezahlten Mitarbeiter in irgendeiner Form an den Lehrveranstaltungen beteiligt
(vor allem in Praktika). 1984 mußte diese vernünftige Praxis, zum Nachteil
der Studenten, aus Kapazitätsgründen (Verwaltungsgericht Saarlouis)
aufgegeben werden.
Das wissenschaftliche Programm.
Zentrales Thema des SFB ist der Stofftransport durch erregbare und nicht
erregbare Membranen, wobei neuerdings die molekularen Mechanismen des Trans
portes, die Eigenschaften von einzelnen Ionenkanälen in der Membran sowie
die Regulation des Transportes bzw. der Ionenkanäle durch intrazelluläre
ind extrazelluläre Sianale im Vordergrund stehen. So arbeitet z.B. das Tei