Im Rahmen eines von der VW-Stiftung finanzierten Kooperationsvertrages hat
sich zwischen Professor Kroeger (FR Genetik) und Kollegen von der Universität
von Nairobi (Kenia) eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Erforschung
von "Mechanismen eukaryotischer Genaktivierung" entwickelt. Professor
Leibenguth (FR Genetik) hat sich zu Laborarbeiten über die "Genetische
Heterogenität bei Cycas rumphii"" vom 24.02. bis zum 06.04.1984 an
der Universität von Malaya in Kuala Lumpur aufgehalten. Zusammen mit
Professor F. Sehnal am Institut für Entomologie der Tschechoslowakischen
Akademie der Wissenschaften in Prag hat die Arbeitsgruppe von Professor
Mosbacher ein Forschungsprogramm über die "Hormonale Steuerung der Häutuna
bei Schmetterlingen" begonnen, wozu sich ein Mitglied der Arbeitsgruppe
vom 08.07. bis 14.08.1984 in Prag aufgehalten hat.
Es besteht begründete Aussicht, daß Professor Nachtigall an dem Sonderfor
schungsbereich "Natürliche Konstruktionen" teilhaben wird, der bislang
schon an den Universitäten Stuttgart und Tübingen angesiedelt ist. Es ist
jamit eine für den Fachbereich Biologie erfreuliche Entwicklung in Gang
gesetzt worden. Während bisher schon Drittmittelforschung von etwa zwei
Dritteln der Mitglieder des Fachbereichs betrieben worden ist, bedeutet
die Ausweitung dieses Sonderforschungsbereiches auf Saarbrücken die
Sicherung eines Teiles dieser Forschung für längere Zeit. Es wird das
besondere Anliegen des Fachbereiches Biologie sein, die Bedingungen zu ver
bessern, unter denen sich die Drittmittelforschung weiter ausweiten kann.
Von auswärtigen Hochschulen und Forschungsinstituten konnten 16 Professoren
und Wissenschaftler zu Gastvorträgen im Fachbereich Biologie begrüßt
werden. Von Mitgliedern des Fachbereiches sind 52 Vorträge auswärtig gehalter
worden.
Die Öffentlichkeitsarbeit des Fachbereiches Biologie hat zugenommen. Am
Tag der Offenen Tür wurden biologische Lehrveranstaltungen und Einrichtungen
des Fachbereiches besucht. Das von der Universität 1982 eingerichtete
Seniorenstudium wird von der Bevölkerung des Saarlandes hinsichtlich biologischer
Lehrveranstaltungen in erfreulichem Maße in Anspruch genommen.
Ältere Mitbürger gehören inzwischen zu den beständigsten und treuesten
Teilnehmern an Vorlesungen und Übungen des Fachbereiches, besonders aber
auch an faunistischen und floristischen Exkursionen. Der Botanische Garten
ist mit seinen Domonstrationen und Führungen zu einem beliebten Treffpunkt
von Gruppen aus der Bevölkerung geworden.